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Wieder Frühling

Erika Moers schrieb am 28. April 2020 um 13:43 Uhr:

Wieder Frühling

Mein LieblingsGedicht im Frühling -
und in diesem Frühling spricht es in ganz besonderer Weise zu mir. . .

Und immer wieder sinkt der Winter,
und immer wieder wird es Frühling,
und immer, immer wieder stehst du
und freust dich an dem ersten Grün
und wenn die kleinen Veilchen blüh’n,
und immer wieder ist es schön
und macht es jung und macht es froh.

Und ob du’s tausendmal gesehen,
wenn hoch in lauen, blauen Lüften
die ersten Schwalben lustig zwitschern –
immer wieder, jedes Jahr,
sag, ist das nicht wunderbar?

Diese stille Kraft des Herzens,
immer neu sich aufzuringen
aus dem Banne trüber Winter,
aus dem Schatten grauer Nächte,
aus der Tiefe in die Höhe –
sag, ist das nicht wunderbar?

Diese stille Kraft des Herzens,
immer wieder sich zur Sonne zu befrei’n,
immer wieder stolz zu werden,
immer wieder froh zu sein.

Cäsar Flaischlen
(1864 – 1920)

Erika Moers
Beiträge: 306
Alwite schrieb am 30. April 2020 um 12:50 Uhr:

Alle Birken grünen in Moor und Heid\\\'

https://www.youtube.com/watch?v=kC1grUni5Fk

Danke, liebe Erika Moers, Cäsar Flaischlen formuliert sehr innig, ich liebe seine Verse.
Eine so musikalische Familie wie sich im Video dieser uns allen bekannter Clan diesbezüglich zu erkennen gibt, erlebte ich in meiner Kindheit auch. Löns Lied ist zum Thema eine mehrfach liebe Erinnerung.

Alle Birken grünen in Moor und Heid';
Jeder Brambusch 1) leuchtet wie Gold.
Alle Heidlerchen jubeln vor Fröhlichkeit;
Jeder Birkhahn kollert und tollt.

Meine Augen gehen wohl hin, wohl her
Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,
Auf dem braunen, grünschimmernden Heidemeer,
Und steigen zum Himmel empor.

Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölklein zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen, so leicht;
Und mein Herz, es singt ein leises Lied,
Das auf zum Himmel steigt;

Ein leises Lied, ein stilles Lied,
Ein Lied so fein und so lind
Wie ein Wölklein, das über die Bläue zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.

Hermann Löns/Erstdruck 1901

Alwite
Beiträge: 601
Erika Moers schrieb am 1. Mai 2020 um 08:46 Uhr:

Wie lange habe ich dieses Lied schon nicht mehr gehört - und gesungen!
Wunderschön!
Danke, liebe Alwite,
und einen ganz schönen MaiFeiertag.

Erika Moers
Beiträge: 306
Matthäus53 schrieb am 1. Mai 2020 um 13:44 Uhr:

Mairegen als Frühlingssegen

In dieser ach so bittren Krisenzeit gehen endlich viele Leut mal wieder
durch Feld und Wald spazieren und tun sich an Gottes Pflanzen- und Tieres Vielfalt laben,
so wollte es Gott schon seit zig tausenden von Jahren , schon seit Mose 1 , wohl haben !

Dieses Jahr zu Beginn des Aprils und der Frühlingszeit wollte sich Gotts Natur auch wieder fleißig regen , aber ach o Schreck , seit Wochen blieb der Regen weg. Der Wind trieb zwar die Mühlen an, aber trocknete Böden und kleine Bäche aus, ach was für ein Graus !

Während die Leute in den Kirchen nicht mehr singen dürfen, sanken bei Trockenheit sogar die Pegelstände von so manch berühmten Flüßen, ach was fürn bittrer , fader Frühjahrs Gruß. Jetzt haben wir nicht nur Corona - sondern auch noch Klima - Krise
und die Kühe finden fast kein Futter mehr auf ihrer Wiese.

Aber nun zum Maienfest da kommt der lang ersehnte Regenguß, fast wie ein Himmelskuß.
Er kommt nicht nur über Feld und Flur sondern ergießt sich über die gesamte Kreatur,
dieser Regen war wie Segen pur - für Gottes ach so herrliche Natur.
Laßt uns den ersehnten Regen als Frühlings - Segen nehmen und dafür auch dankbar sein .
Geht weiterhin mit frohen , dankbaren Sinnen über Felder , durch Wald und Wiesen und spürt wie Gottes Schöpfung atmet, dies ist Natur in Dur ganz pur.

Seht nach diesen erlösenden Regenschauer noch genauer hin , sogar die vielen winzig
kleinsten Regentröpfchen weisen auf Gottes große Schöpfung hin.

Matthäus53
Beiträge: 310