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Nimm dir Zeit den Himmel zu betrachten

Alwite schrieb am 14. Juni 2019 um 20:04 Uhr:

Nimm dir Zeit den Himmel zu betrachten

Suche Gestalten in den Wolken.
Höre das Wehen des Windes
und berühre das kalte Wasser.
Gehe mit leisen, behutsamen Schritten.
Wir sind Eindringlinge,
die von einem unendlichen Universum
nur für eine kurze Zeit geduldet werden.

Indianische Weisheit

Alwite
Beiträge: 584
Erika Moers schrieb am 16. Juni 2019 um 07:31 Uhr:

So tat ich oft
und werd's auch heute tun:
Zum Himmel seh‘ ich auf,
entdecke dort
merkwürdige Gestalten -
denen folge ich
mit meinen Augen.
Und wenn sie längst zerronnen sind,
diese wolkigen Gebilde,
in meiner Fantasie
zieh'n sie mich weiter mit,
unendlich weit,
unendlich . . .

Erika Moers
Beiträge: 288
Matthäus53 schrieb am 20. Juni 2019 um 17:13 Uhr:

Sehen wir überhaupt noch den wahren Himmel ?

Haben die Menschen überhaupt noch Muße den Himmel kritisch zu betrachten,
außer nach Wind und Sonnenschein, ich glaube eher nein ?
Beim Betrachten des Himmels und der Zeichen der Zeit die nicht nur bei Joel 3 und 4 sowie bei Mt. 24 deutlich beschrieben sind, ist zwar viel Prophetie dabei , die die Christen Gedanken sollen weisen darauf hin, auf kommende Schranken !
Allein der Blick auf über 20.000.000 Verkehrs- Zeichen dicht an unseren Straßenrändern,
versperren so manchen die klare Sicht zum Blau des Himmelsbands,
wie es in der Offenbarung zu lesen steht, wer es dort schon mal erlesend und vielleicht sogar erschreckend fand.

Matthäus53
Beiträge: 297
Alwite schrieb am 21. Juni 2019 um 06:30 Uhr:

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,

siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
aber wie klein auch, noch ein letztes
Gehöft von Gefühl. Erkennst du's?
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.
Aber der Wissende? Ach, der zu wissen begann
und schweigt nun, ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.
Da geht wohl, heilen Bewußtseins,
manches umher, manches gesicherte Bergtier,
wechselt und weilt. Und der große geborgene Vogel
kreist um der Gipfel reine Verweigerung. - Aber
ungeborgen, hier auf den Bergen des Herzens....

Rainer Maria Rilke

Als ich dies "Gedicht" fand, fühlte ich mich dem Schreiber doch recht verwandt. "Aus stummem Absturz blüht ein unwissendes Kraut singend hervor."Verurteilen wir uns Schockierendes nicht oftmals vorschnell ohne den Hintergrund wahrhaft erkundet zu haben?

Alwite
Beiträge: 584