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Generationen im Dialog

Alwite schrieb am 30. Juni 2019 um 13:44 Uhr:

Generationen im Dialog

Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
"Ich hab' den Acker wohl bestellt,
Auf reine Aussaat streng gehalten;
Nun seh' mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan."

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
Mit bunten Blüten reich beladen;
Im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden;
Er jauchzt: "Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht."

Dies Gedicht meiner Jugend Julius Sturms (1816 -1896) schob sich immer wieder bei der Diskussion um die Zeichnungen junger Menschen eines Workshobs in den Blick.


Alwite
Beiträge: 584
Erika Moers schrieb am 30. Juni 2019 um 17:00 Uhr:

Hier müsste das Gedicht, liebe Alwite, noch weitergehen:

So vielleicht?
Der Bauer will ihn nicht verstehen:
„Nur Unkraut ist’s, das kann ich sehen!
Geh‘, Bengel, weg mit Mohn und Raden!
Die bringen nichts als lauter Schaden!“

Oder so?
Der Bauer, nicht recht überzeugt,
sich zweifelnd zu den Blüten beugt.
„Mein Kind“, ruft endlich er, „im Leben
muss es wohl Kraut und Rüben geben!“ :-)

Erika Moers
Beiträge: 288
Alwite schrieb am 1. Juli 2019 um 06:25 Uhr:

Diese Fortsetzung ist super.

Danke liebe Erika Moers.
Verständigung in Liebe befreit und kann so viel bewirken.

Ja Vater, Zucht und Ordnung, klar
und Grenzen gibt es, das ist wahr,
wie wollten wir da ignorieren,
dass Mohn und Raden existieren.


Alwite
Beiträge: 584
Erika Moers schrieb am 1. Juli 2019 um 08:33 Uhr:

\"Verständigung in Liebe . . .\"

genau DAS ist es,
liebe Alwite.

Erika Moers
Beiträge: 288