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Ein Sehnen

Erika Moers schrieb am 9. Juli 2019 um 15:39 Uhr:

Ein Sehnen

Manchmal ist’s, dass ich mich sehne
nach einem Etwas, das noch keinen Namen hat.
Da fällt mein Blick auf dieses Notenblatt -
klingen da nicht leise ferne Töne?

Ich lausche still den fernen Melodien,
öffne ihnen alle meine Sinnen
und halte fest sie, dass sie nicht verrinnen -
so plätschern sie durch meine Fantasien.

Und endlich ist da mein Erkennen,
das Etwas kann ich nun beim Namen nennen,
was einst entglitt, ist wieder mein,
ein kleines Lied - ich stimme glücklich ein.

Erika Moers
Beiträge: 301
Alwite schrieb am 10. Juli 2019 um 14:29 Uhr:

Ein kleines Lied

Ein kleines Lied! Wie geht's nur an,
Dass man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? erzähle!

Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und eine ganze Seele.

Liebe Erika Moers, so gleich kam mir beim Lesen Ihrer hinreißenden Sehnsucht das kleine Lied von Marie Ebner-Eschenbach in den Sinn, es muss wohl einer ähnlichen Stimmung seine Wiedergabe verdanken. :-)

Alwite
Beiträge: 598
Erika Moers schrieb am 10. Juli 2019 um 20:14 Uhr:

Oh, ist das schön, liebe Alwite!
Danke, dass Sie an jenes "Kleine Lied" von Marie Ebner-Eschenbach erinnern . . .

Erika Moers
Beiträge: 301
Matthäus53 schrieb am 24. Juli 2019 um 19:16 Uhr:

Aus kleinen Buchstaben und Noten schreibe ich nicht nur Wort für Wort zu einem Lied,
sondern mit meinen flinken Fingern bringe ich alles wohl geformt auch zu Papier aus Bütte
und singe dann allein oder auch im Chor nicht nur in meiner kleinen Hütte,
sondern auch schon mal im Kirchenschiff .
Dort bekommt dann mit Orgelklang der richtige Ton und Klang hinzu .
Abends spät schließ ich nur noch Notenbuch und Kirchentor fest zu
und leg mich später wohlgemut und mit summenden Gedanken
zu meiner liebsten Ehefrau ganz still und ohne Schuh zur Ruh.

Matthäus53
Beiträge: 307
Alwite schrieb am 14. Oktober 2019 um 12:55 Uhr:

Sehnen

Die Hände strecken
Starre bebt
Erde wächst an Erde
Dein Nahen fernt
Der Schritt ertrinkt
Das Stehen jagt vorüber
Ein Blick
Hat
Ist!
Wahnnichtig
Icht!

August Stramm 1914

Mich hat das "Wahnnichtig Icht" so beiendruckt, weil es dem eigenen Empfinden zum neuesten Kriegsgeschehen und den unsinnigen Machtkämpfen unter den Menschen so nahe kommt.

Alwite
Beiträge: 598
Erika Moers schrieb am 16. Oktober 2019 um 09:51 Uhr:

Und ich erschrecke hier aufs Neue um dieses WAHNS willen,
in dem wir wieder oder noch immer stecken - mittendrin!
Hände strecken . . .

Erika Moers
Beiträge: 301
Matthäus53 schrieb am 24. Oktober 2019 um 22:11 Uhr:

Sehnen nach Gottes schönen Dingen

Nicht nur ich ,sondern viele oder sicherlich die meisten Menschen auf Gottes schönen
und perfekten Erdenrund sehnen sich nach Liebe, Frieden, Ruhe, Blütendüfte, anstatt Bombenrauch und prima Klima zum Welt Erhalt.

Solange sich noch Gottes Geschöpfe zum Sehen des Regenbogens sehnen wird sich die Welt immer weiterdrehen ( 1.M 9, 8-17 ). Wenn wir dies Ereignis und andere Erscheinungen nicht mehr verstehen wollen und das Gottes Sehnen nicht mehr in Menschenherzen vorne stehen kann, dann werdens nur noch wenige verstehn,
warum sich Christen das neue Jerusalem (Offb. 21) ersehnen.

Matthäus53
Beiträge: 307