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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (Archivbild) Foto: epd-Bild
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Zentralrat der Juden erschüttert über Wahlergebnis

28. Oktober 2019

"Jeder, der am Sonntag die AfD gewählt hat, trägt eine Mitverantwortung dafür, dass das Fundament unserer Demokratie sukzessive untergraben wird", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster nach der Landtagswahl in Thüringen.

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Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Erfurt/Berlin (epd). Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit Besorgnis auf den hohen Stimmenanteil der AfD bei der Thüringen-Wahl reagiert. Zentralratspräsident Josef Schuster erklärte am Montag in Berlin, gerade in Thüringen gebe es keinen Zweifel an der rechtsnationalen Ausrichtung der Partei, der fast ein Viertel der Thüringer Wähler am Sonntag ihre Stimme gegeben hatten. "Jeder, der am Sonntag die AfD gewählt hat, trägt eine Mitverantwortung dafür, dass das Fundament unserer Demokratie sukzessive untergraben wird", sagte Schuster.

Ausrede der Protestwahl ziehe nicht mehr

Viele AfD-Wähler hätten sich "mit billiger rassistischer Stimmungsmache und Abwertung der regierenden Parteien" einfangen lassen. Schuster sagte weiter: "Es ist jedoch von jedem mündigen Bürger zu erwarten, dass er sich genau anschaut, welche Partei er wählt." Die Ausrede der Protestwahl ziehe nicht mehr: "Wer AfD wählt, wählt den Weg in ein antidemokratisches Deutschland. Wer AfD wählt, wählt den Abschied von den Freiheiten unseres demokratischen Rechtsstaats", betonte Schuster.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hat die bisherige rot-rot-grüne Landesregierung keine Mehrheit mehr in Thüringen. Demnach kam die Linke mit Ministerpräsident Bodo Ramelow auf 31,0 Prozent der Stimmen, gefolgt von der AfD mit 23,4 Prozent, der CDU mit 21,8 Prozent sowie der SPD mit 8,2 Prozent. Grüne und FDP schafften es mit 5,2 und 5,0 Prozent knapp in den Thüringer Landtag.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 28. Oktober 2019, 12:10 Uhr


Daß ausgerechnet hier in Thüringen, wo ein Faschist, den man nach Gerichtsbeschluß auch so nennen darf, an der Spitze der Partei steht, die afd so stark werden konnte, ist mehr als Besorgnis erregend.
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