hg
Bild vergrößern
Das ZDF in Mainz Foto: epd-Bild
Buchtipp

Heidemarie Langer
Versteckte Geschenke
Kalendergeschichten von Advent bis Heilige Drei Könige

zur Detailseite

Anzeige

ZDF-Fernsehrat genehmigt Haushaltsplan

7. Dezember 2018

Das ZDF erwartet für 2019 zwar einen ausgeglichenen Haushalt, das geht aber nur mit Hilfe von Sonderrücklagen. Intendant Thomas Bellut zeigt sich offen für neue Wege bei der Finanzierung, mahnt jedoch zugleich eine ausreichende Ausstattung an.

Bild vergrößern
Das ZDF in Mainz Foto: epd-Bild

Anzeige

Hamburg, Mainz (epd). Der ZDF-Fernsehrat hat den Haushaltsplan des Senders für das kommende Jahr genehmigt. 2019 rechnet das ZDF demnach mit einem Defizit, das aber durch Rücklagen ausgeglichen werden kann, wie der Sender am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsgremiums in Hamburg mitteilte. Die Ministerpräsidenten von Bayern und Brandenburg wurden neu in den Verwaltungsrat berufen.

Das ZDF plant 2019 laut Wirtschaftsplan mit Aufwendungen in Höhe von 2,362 Milliarden Euro. Dem stehen Erträge von 2,199 Milliarden Euro gegenüber. Der um Sondereffekte bereinigte Haushaltsfehlbetrag von rund 148,5 Millionen Euro kann nach Angaben des Senders durch Sonderrücklagen aus den Rundfunkbeiträgen gedeckt werden, somit kann ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Die mittelfristige Finanzplanung des Senders sieht vor, die noch bis 2020 laufende Beitragsperiode mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.

Keine Festlegung

Der Rundfunkrat beschäftigte sich auch mit einer möglichen Reform des Rundfunkbeitrags. "Wir sind nicht festgelegt auf ein Modell", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut. Die jetzige Beitragshöhe von 17,50 Euro pro Monat und Haushalt sei aber nur wegen der nach den Vorgaben der Finanzkommission KEF gebildeten Rücklagen möglich. De facto liege der Beitrag schon jetzt bei 18,36 Euro, sagte Bellut: "Insofern ist das für uns der Orientierungspunkt für die Zukunft."

Die Bundesländer beraten derzeit über neue Wege bei der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender. Zur Debatte steht ein Indexmodell, nach dem der Rundfunkbeitrag an die Inflationsrate gekoppelt und alle zwei Jahre automatisch erhöht würde. Die Ministerpräsidenten konnten sich bei ihrem Treffen am Mittwoch in Berlin allerdings noch nicht auf konkrete Schritte verständigen und wollen zunächst Ende Januar mit den Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender sprechen.

Geschlechtverhältnis in der ZDF-Belegschaft

Einigen konnten sich die Länderchefs indes darauf, wer die beiden vakanten Ländersitze im ZDF-Verwaltungsrat erhalten soll. Nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes (epd) beriefen sie bei der Konferenz in Berlin den brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und den bayerischen Regierungschef Markus Söder (CSU) auf die beiden Posten. Die Neubesetzung wurde nötig, nachdem im März mit Olaf Scholz (SPD) und Horst Seehofer (CSU) zwei damalige Länderchefs in die Bundesregierung gewechselt waren. Den Ländern stehen in dem Aufsichtsgremium vier Sitze zu, Vertreter des Bundes dürfen dem Verwaltungsrat seit dem vergangenen Jahr nicht mehr angehören.

Die Berufung Woidkes und Söders muss noch formal vom Verwaltungsrat geprüft werden. Vorsitzende des Gremiums ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Der Verwaltungsrat überwacht die Tätigkeit des Intendanten vor allem in Haushaltsfragen. Der ZDF-Fernsehrat stellt Richtlinien für die Sendungen des ZDF auf und wählt und berät den Intendanten.

Thema im Fernsehrat war am Freitag auch das Geschlechtverhältnis in der ZDF-Belegschaft. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt demnach bei 38,9 Prozent. In der Gesamtbelegschaft liegt er bei 49,9 Prozent.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Heidemarie Langer
Versteckte Geschenke
Kalendergeschichten von Advent bis Heilige Drei Könige

zur Detailseite
Buchtipp

Heidemarie Langer
Versteckte Geschenke
Kalendergeschichten von Advent bis Heilige Drei Könige

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen