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Westfälische Kirche stellt Trauung von Homo-Paaren mit Ehe gleich. (Archivbild) Foto: epd-Bild
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Westfälische Kirche stellt Trauung von Homo-Paaren mit Ehe gleich

20. November 2019

Ab Januar wird die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren in der Evangelischen Kirche von Westfalen eine offizielle Amtshandlung. Sie wird der Ehe zwischen Mann und Frau vollkommen gleichgestellt.

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Westfälische Kirche stellt Trauung von Homo-Paaren mit Ehe gleich. (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Bielefeld (epd). In der Evangelischen Kirche von Westfalen werden Trauungen homosexueller Paare mit der Ehe zwischen Mann und Frau vollkommen gleichgestellt. Eine entsprechende Änderung der Kirchenordnung beschloss die westfälische Landessynode am Mittwoch in Bielefeld mit großer Mehrheit. Bislang konnten sich gleichgeschlechtliche Lebenspartner in einem öffentlichen Gottesdienst segnen lassen. Das stellte sie Eheleuten weitgehend gleich. Der Gottesdienst durfte jedoch nicht "Trauung" heißen und war auch keine offizielle Amtshandlung.

Pfarrer sind nicht dazu verpflichtet

Ab Januar wird die Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren eine offizielle Amtshandlung, die in die gleichen Kirchenbücher eingetragen wird wie bei heterosexuellen Ehepaaren. Pfarrer, die Bedenken gegen einen solchen Traugottesdienst haben, sollen nicht gegen ihren Willen dazu verpflichtet werden.

Künftig können sich alle verheirateten Ehepaare kirchlich trauen lassen. Voraussetzung ist, dass ein Ehepartner Mitglied der evangelischen Kirche ist. In der Kirchenordnung sollen die Begriffe Ehemann und Ehefrau durch Ehepartner ersetzt werden. Das Thema habe vieler Diskussionen bedurft, es habe am Ende jedoch auch viel Einmütigkeit gegeben, sagte der Herforder Superintendent Michael Krause bei der Einbringung. Von den 20 Kirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) lassen 13 Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare zu.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 20. November 2019, 22:12 Uhr


Oh......... arme evangelische Kirche. Die katholische Kirche hat ihren Mißbrauchsskandal und die Ev.Kirche Ihren Verbiegungsskandal. So gibt es am Rhein, in Autobahnnähe bei Koblenz z.B. eine Kirche mit einem schiefen Turm, weil sich das Gebälk wegen zu viel Feuchtigkeit verzogen hat. Aber daß sich die Kirche trotz Luthers Aussagen zur Bibel Sola Sciptura, Sola Gratia, Solus Christus und Sola Fide so in Richtung Ehe für und mit allen , durcheinander verbiegt, ist nicht gut. Im III.Reich war die Kirche wegen des "alleinigen Führerprinzips "gespalten wobei die sogen. Barmer Erklärung verfaßt wurde. In China wurde vor einigen Monaten der Kirche schon verboten das 1.Gebot öffentlich zu zeigen. Wie weit darf die Ev. Kirche noch mit der Aufweichung der Eheprinzipien gehen bis das Kirchenvolk evtl. merkt , daß der "Kirchenzug" in der verkehrten Richtung unterwegs ist ?
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Alwite, 21. November 2019, 8:31 Uhr


https://www.youtube.com/watch?v=NeyCMzu2Xd8

Danke liebe Kirche. Endlich ist auch hier angekommen, was Gott an Mannigfalt in Menschen hineinlegt. Niemand hat das Recht darüber zu befinden wie Menschen einander lieben oder zu lieben haben, weil Gott ihn anders meint als andere. Straftaten mit Nächstenliebe in einen Topf zu tun, ist hier wirklich nicht angebracht.
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Matthäus53, 21. November 2019, 11:00 Uhr


Warum muß der Kirche gedankt werden, womöglich für die Verbiegung in Richtung menschlichem Wunschdenken ? Eine nicht Trauung von Ehe ähnlichen Gemeinschaften darf nicht gleich gesetzt werden, daß diese Personen nicht geliebt sind. Jedoch dürfen biblische Aussagen, auch die des At. nicht so verbogen werden damit das moderne Lebensverhältnisse und Partnerschaften so in die heutige moderne Zeit passen, daß es schön zum Leben ist. Sogar Jesus stellte schon die Frage an seine Jünger wer denn jetzt ihr "Nächster" sei und weiter betonte er extra , er sei nicht gekommen das "Alte" aufzulösen, sondern nur zu erfüllen.
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ellybe, 21. November 2019, 13:52 Uhr


"Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch" - das steht zwar (noch!) als "Gottes" Wort in der Bibel, aber Gottes Wort ist nicht mehr "Gottes" Wort oder gilt nicht mehr, wenn Landessynoden es, durch demokratischen Mehrheitsentscheid, nicht mehr als solches und damit als verbindlich gelten lassen wollen.
Wo findet sich in der Bibel ein Wort "Gottes", in dem steht, "was Gott an" sexueller "Mannigfalt in Menschen" hineinlegt oder hineingelegt hat, mit dem sich eine kirchliche Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren begründen ließe? Zumal diese, von der Anatomie her, weiterhin der "göttlichen" Ursprungsversion und ihrer Zweckbindung entsprechen. -
Welchen Rang hat etwas, was in der Bibel "Gottes" Wort ist, noch für die evangelische/n Kirche/n? Ist es jetzt ins Belieben der Landessynoden gestellt, darüber zu entscheiden?
Welchen Wert hat dann noch ein Vers wie dieser: "Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen"? Im Prinzip lässt sich auf so einen Satz jetzt doch auch nicht mehr bauen. Erst recht, da er offensichtlich die "Mannigfalt" von Söhnen Gottes ausschließt. Sonst müsste es ja heißen: "Du bist ein lieber Sohn" bzw. "Du bist einer meiner lieben Söhne".
Wird, ebenfalls durch Synodenbeschluss, ab jetzt in der Bibel vermerkt, ob ein Wort, das in ihr als "Gottes" Wort steht, noch als solches gelten darf, oder als göttlicher, zeitbedingter Irrtum? -
Immerhin zeigt der Beschluss der Landessynode, dass (einige) Pfarrer, die bisher "Gottes" Wort für "Gottes" Wort gehalten haben und weiterhin daran festhalten, (gnädigerweise) dabei bleiben dürfen!
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Alwite, 21. November 2019, 17:08 Uhr


" Seid fruchtbar und mehret euch" - Bitte was ist verwerflicher, sich zu mehren und das "Mehr" sich selbst und der Allgemeinheit zu überlassen, oder die zu segnen, deren Lebensgemeinschaft die Mehrung ausschließt, sich aber eben dieser gemehrt Verlassenen annimmt?
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ellybe, 21. November 2019, 20:27 Uhr


Lieber Matthäus53,
ich teile Ihr Erschrecken über die Gleichstellung der Lebensgemeinschaft von Homo-Paaren mit der Ehe von Mann und Frau im Hinblick auf die Kirchliche Trauung. Und zwar genau wegen der, wie Sie sagen, "Verbiegung" biblischer Grundaussagen:
Wehe, man argumentiert in dieser Frage mit "Gottes Wort"! Da werden dann die Stellen, auf die man sich eindeutig berufen kann, plötzlich rein menschliche, rein "zeitbedingte" Aussagen, derart, dass die Menschen damals es nicht besser wussten (aber WIR heute wissen es natürlich besser!). Dass dann konsequenterweise der biblische Wortlaut geändert bzw. gestrichen werden muss, in dem von einem Handeln "Gottes" die Rede ist und davon, dass "Gott" selbst spricht, und nicht etwa ein Mensch, interessiert die Betreffenden nicht. Sie legen selbst und nach anderen Kriterien fest, wann "Gottes" Wort göttlich und damit verbindlich ist, und wann es nur "Menschen"-Wort ist, und damit (nicht nur für sie, sondern für alle anderen Christen auch) unverbindlich bzw. nicht per se gültig. Dass evangelische Kirche in der Tradition der Reformation Martin Luthers dabei mitmacht bzw. so etwas zulässt, ja sogar kirchenordnungsmäßig absegnet, ist für mich einerseits unbegreiflich, andererseits ist in unserer Kirche der Zeitgeist (mit seiner ebenfalls nur zeitbedingten Erkenntnis!) längst an die Stelle einer zeitkritischen Selbst-Reflexion getreten. ---
Liebe Alwite, zum Einen:
Das Richtige wird nicht dadurch verwerflich, dass es missbraucht wird.
Zum Anderen:
Segnung homosexueller Paare, wie bisher schon möglich, ist noch etwas anderes als die Kirchliche Trauung in der Jahrhunderte langen kirchlichen Tradition, die sich wiederum auf Jahrtausende alte biblische Aussagen über die schöpfungsmäßige Geschlechtlichkeit des/der Menschen berufen kann. Jeder Gottesdienst endet ja mit der Segnung/der Bitte um Gottes Segen für die Anwesenden! Anwesende Homo-Paare werden dabei nicht ausgenommen oder übergangen, bleiben also in der Kirche als Christen nicht ungesegnet! Nein, sie tragen rein gesellschaftliche/gesellschaftspolitische Kriterien in die Kirche hinein und machen sie dort zu kirchlich-verbindlichen Maßstäben! -
Außerdem:
Nicht die "Lebensgemeinschaft" an sich schließt bei gleichgeschlechtlichen Paaren "die Mehrung aus", sondern die, die sie als solche eingehen, schließen sie von vornherein und unabänderlich aus, obwohl sie erstens selbst nicht existieren würden (siehe unten!), wenn ihre Eltern (Mann und Frau!) die "Mehrung" und damit die "Schöpfung" ihrer Kinder ausgeschlossen hätten, und obwohl sie zweitens selbst die schöpfungsmäßige Möglichkeit dazu einwandfrei in sich tragen, jedenfalls zur Hälfte. -
Um die "Mehrung" geht es in dieser Sache aber gar nicht, denn die evangelische Kirche kennt keinen Zeugungszwang in einer christlichen Ehe: Eine kinderlose Ehe ist genauso eine Ehe wie eine kindereiche. Wesentlich ist die christliche Ehe aber eine Lebens- und Schicksalsgemeinschaft von Mann und Frau, die füreinander geschaffen sind und einander körperlich und seelisch ergänzen ("Was Gott zusammen GEFÜGT hat...") und gemeinsam nach dem Gebot der Liebe leben. Als solche ermöglicht die Ehe auch die "Mehrung". -
Ohne Letztere wäre die Menschheit übrigens längst ausgestorben. Auch wir beide / wir drei hier Diskutierenden würden ohne sie nicht existieren...
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Alwite, 21. November 2019, 21:14 Uhr


Gott schuf den Menschen nach seinem Bild - woher will ich wissen wie Gott aussieht? Wenn ich dies jedoch glaube, sind damit ausnahmslos ALLE Menschen gemeint.
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Erika Moers, 22. November 2019, 8:32 Uhr


Das ganze Mensch-Sein ist doch wohl ein Geheimnis, das wir niemals ergründen werden. Ich bin froh, dass gerade hier unsere Kirche das oberste aller Gebote, nämlich das der LIEBE, erfüllt und niemanden ausschließt. Wer wäre denn Kirche, wer sind denn wir, dass wir Paaren, die ihren Weg gemeinsam gehen wollen, eine Trauung unter Gottes Segen verweigern?
„. . . die Liebe aber ist die größte unter ihnen.“
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ellybe, 22. November 2019, 8:33 Uhr


Wenn die Aussage "und er schuf sie als Mann und Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch" nicht (mehr) eine glaubwürdige Grundaussage des Glaubens ist, wieso dann die Aussage "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde"? Wieso ist sie nicht auch (nur) "zeitbedingt", weil die Menschen damals es nicht besser wussten (übrigens auch Jesus, Gottes Sohn, nicht) - "woher will ich wissen wie Gott aussieht" und warum soll ich das dann glauben?
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Alwite, 22. November 2019, 9:19 Uhr


Lach - auch ich bin des Lesens mächtig :-) Man kann ALLES widerlegen, doch dabei sind fünfzig mal übersetzte Bilbeltexte so wenig hilfreich, wie verbohrtes Rechthabenwollen. Den Weg der Einsicht, Vernunft, des Rechtes und vor allem der Ethik, hat sich die Kirche sicher nicht leicht gemacht.
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ellybe, 22. November 2019, 10:07 Uhr


Wahr ist, was gefällt. Dafür findet man dann auch genügend gute Argumente.
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