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WDR verbucht Defizit von 104 Millionen Euro

2. September 2016

Das Defizit beim WDR ist stark gestiegen. Die Personalausgaben waren der größte Posten.

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WDR-Intendant Tom Buhrow Foto: epd-Bild

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Köln (epd). Der WDR hat im vergangenen Jahr ein Defizit von 104,3 Millionen Euro verbucht. Damit hat sich der Fehlbetrag gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr (27,7 Millionen Euro) fast vervierfacht, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten WDR-Geschäftsbericht 2015 hervorgeht. Erträgen von 1,44 Milliarden Euro standen demnach Ausgaben von 1,54 Milliarden Euro gegenüber. Der Fehlbetrag führe systembedingt zu einer Abnahme des Eigenkapitals in der Vermögensrechung, hieß es.

Haupteinnahmequelle waren auch 2015 die Rundfunkbeiträge. Sie beliefen sich auf 1,2 Milliarden Euro (2014: 1,25 Milliarden). Das entspricht einem Rückgang um 3,3 Prozent. Die Erträge aus Werbung und Sponsoring reduzierten sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 34,2 Millionen Euro gegenüber 42,8 Millionen Euro im Vorjahr. Das waren folglich gut 20 Prozent weniger.

"Größter Umbau der Geschichte"

Der größte Posten bei den Ausgaben waren die Personalkosten: Sie beliefen sich insgesamt auf 644 Millionen Euro (Vorjahr: 562,7 Millionen Euro). Davon entfielen 358,4 Millionen Euro auf Arbeitsentgelte (plus 0,3 Prozent) und 285,6 Millionen auf Aufwendungen für Altersversorgung, Vorruhestand und Altersteilzeit (plus 39 Prozent). Intendant Tom Buhrow bezog ein Grundgehalt von rund 362.000 Euro, hinzu kamen noch besondere Bezüge.

Für Urheber- und Leistungsvergütungen musste der WDR dem Geschäftsbericht zufolge 311,9 Millionen Euro und damit etwas weniger als im Vorjahr aufwenden. Der Anteil an Programmgemeinschaftsaufgaben, Koproduktionen und produktionsbedingten Fremdleistungen sank auf 192, 6 Millionen Euro, was 22 Prozent weniger waren als 2014.

Buhrow erklärte, der WDR befinde sich im Umbau zu einem crossmedialen, modernen Medienhaus, "dem vielleicht größten Umbau seiner Geschichte". Dabei sollten Synergien erzielt werden, die langfristig zu nachhaltigen Einsparungen führten. "Wir wollen uns finanziell dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen", betonte der Intendant. Dazu sollten Strukturen verschlankt und effektiver gestaltet werden.

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