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Verband: Brasiliens Präsident bedroht und beschimpft Journalisten

17. Januar 2020

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist laut Journalistenverband für mehr als die Hälfte aller verbalen Attacken gegen Journalisten im vergangenen Jahr verantwortlich gewesen.

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Berlin/São Paulo (epd). Beleidigungen, Drohungen und Beschimpfungen von höchster Stelle: Nach Angaben des brasilianischen Journalistenverbandes ist Präsident Jair Bolsonaro für mehr als die Hälfte aller verbalen Attacken und Aggressionen gegen Journalisten im Land verantwortlich. Von 208 im vergangenen Jahr registrierten verbalen Attacken gegen Journalisten gingen 121 und damit 58 Prozent auf Bolsonaros Konto, wie der brasilianische Journalistenverband Fenaj am Donnerstag (Ortszeit) laut der Tageszeitung "Folha de São Paulo" mitteilte.

Der Journalistenverband beklagte eine Zunahme von Zensur und Eingriffen in die Pressefreiheit. Im Vergleich zu 2018 hätten die verbalen Angriffe auf Journalisten im vergangenen Jahr insgesamt um 54 Prozent zugenommen. Staatschef Bolsonaro diskreditiere Journalisten kontinuierlich bei öffentlichen Auftritten und institutionalisiere die Gewalt gegen Medien, sagte die Verbandspräsidentin Maria José Braga. Bolsonaro schaffe damit eine permanente Situation der Bedrohung der Pressefreiheit, aber auch der körperlichen Unversehrtheit von Journalisten.

Morde bis heute nicht aufgeklärt

Zwei Journalisten wurden im vergangenen Jahr in Brasilien getötet. Die Morde an Romário Barros und Robson Giorno, die beide im Bundesstaat Rio de Janeiro für eine Online-Seite arbeiteten, lösten große Wut in Brasilien aus. Alles deute darauf hin, dass die Reporter wegen ihrer Berichterstattung von organisierten Banden umgebracht worden seien, erklärte der Fenaj. Die Morde sind bis heute nicht aufgeklärt.

Als Beispiel für Attacken des Präsidenten berichtete Braga, dass Bolsonaro eine kritische Reportage der "Folha de São Paulo" über seine Wahlkampffinanzierung öffentlich als "Dreck" bezeichnet hatte und daraufhin die Zeitungsabonnements der gesamten Regierung kündigen ließ. In einem weiteren Fall sagte Bolsonaro zu einem Journalisten, dass dieser "schrecklich schwul" aussehe. Hinzukommen laut Fenaj zahlreiche Beleidigungen von Medien und Journalisten via Twitter. Zudem schließe die Regierung kontinuierlich kritische Medienvertreter von Presskonferenzen und anderen Auftritten des Präsidenten aus.

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