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UNHCR: Kaum ein Flüchtling hat Chance auf Umsiedlung nach Europa

12. Juli 2018

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wünscht sich mehr Beteiligung am sogenannten Resettlement-Verfahren.

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Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien

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Berlin (epd). Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ruft Deutschland und Europa auf, die Neuansiedlung von Flüchtlingen aus Asien und Afrika in die Länder der Europäischen Union stärker zu unterstützen. Der Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen in Deutschland, Dominik Bartsch, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), dass derzeit kaum ein Flüchtling die Chance habe, über das sogenannte Resettlement-Verfahren nach Europa zu gelangen. "Wenn wir weltweit von derzeit 68 Millionen Vertriebenen reden, dann ist das höchstens ein Promille. Das ist natürlich viel zu wenig."

10.200 Aufnahmen binnen zwei Jahren

Deutschland habe für dieses und nächstes Jahr zusammen die Aufnahme von 10.200 Flüchtlingen über diesen Weg zugesagt. "Würde man hier noch zusätzlich die Neuansiedlung von Flüchtlingen mit Hilfe privater Sponsoren oder Hilfsorganisationen möglich machen, dann könnten wir die Zahlen steigern", sagte Bartsch. "Es ist unser dringender Appell an Länder wie Deutschland, dieses Programm weiter auszubauen."

Seinen Angaben nach geht es bei diesem Verfahren um Flüchtlinge, die besonderen Schutz benötigen. "Da wäre zum Beispiel die alleinerziehende Mutter, die sexuelle Gewalt in einem Lager erlebt hat und dort nicht mehr weiterleben kann. Ihr würden wir damit eine Möglichkeit geben, ihr Leben langfristig neu aufzubauen."

Angesichts der Aussagen europäischer Politiker, Flüchtlinge und Vertriebene in Konfliktländern und den Anrainerstaaten stärker unterstützen zu wollen, verwies Bartsch auf fehlendes Geld. So habe der UNHCR zum Beispiel in Jordanien und im Libanon, wo Millionen Flüchtlinge aus Syrien leben, eine Finanzierungslücke von umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro. Noch dramatischer sehe es bei der Hilfe für Flüchtlinge aus dem Südsudan aus.

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