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Schulbus-Angriff im Jemen international verurteilt

10. August 2018

Womöglich mehr als 60 Menschen sind bei dem Angriff auf einen Schulbus im Jemen getötet worden. Bundesregierung und Vereinte Nationen sind entsetzt.

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New York, Frankfurt a.M. (epd). Der Angriff auf einen Schulbus im Jemen hat international Bestürzung ausgelöst. UN-Generalsekretär António Guterres forderte eine schnelle und unabhängige Untersuchung. Auch die Bundesregierung verurteilte die tödliche Attacke: "Der Tod so vieler Kinder und die Trauer und das Leid ihrer Familien sind zutiefst bedrückend", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag in Berlin.

Die genaue Zahl der Toten des Luftangriffs vom Donnerstag steht noch nicht fest, liegt laut UN aber womöglich bei weiter über 60. Zahlreichen Menschen wurden verletzt. Verantwortlich für die Militäraktion ist den Vereinten Nationen zufolge die von Saudi-Arabien geführte Militär-Koalition. In dem Bus, der in einem belebten Viertel des Majz-Distrikts in der nordwestlichen Provinz Saada unterwegs war, saßen vor allem Kinder zwischen zehn und 13 Jahren.

Viel zu oft würden Zivilisten, darunter Kinder, im Jemen verletzt und getötet, beklagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. "Wir rufen die Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht unbedingt zu achten", betonte er. Der Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur müsse immer oberste Priorität haben. "Das Leid der Menschen in Jemen, das massiv ist, darf so nicht weitergehen."

"Absolut inakzeptabel"

Die Exekutivdirektorin des Kinderhilfswerks Unicef, Henrietta Fore, erklärte im Kurznachrichtendienst Twitter: "Angriffe auf Kinder sind absolut inakzeptabel." Fore erklärte, sie sei entsetzt. "Wie viele Kinder werden noch leiden oder sterben, bevor diejenigen, die können, diesem Fluch ein Ende setzen?" Der Sprecher von UN-Generalsekretär Guterres mahnte, die Konfliktparteien müssten das internationale humanitäre Recht respektieren und Zivilisten schützen.

Die Saudis griffen laut UN im Jemen bereits mehrfach zivile Ziele an. Der jahrelange Konflikt hat eine humanitäre Katastrophe in einem der ärmsten Länder der Welt ausgelöst. Fast drei Viertel der 27 Millionen Jemeniten sind auf Hilfe zum Überleben angewiesen.

Seit März 2015 interveniert die von Saudi-Arabien geführte Koalition mit Bombenangriffen zur Unterstützung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Seine Regierung wird von aus dem Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen bekämpft.

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