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Brauereien und das Umweltbundesamt plädieren dafür, das Pfand auf Bierflaschen zu erhöhen (Archivbild) Foto: epd-Bild
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Umweltbundesamt für höheres Mehrweg-Pfand

27. August 2019

Das Pfand auf Bierflaschen und -kästen soll erhöht werden, fordern Brauereien. Viele kleinere Brauereien müssen regelmäßig Flaschen und Kästen nachkaufen, weil die Kunden sie nicht mehr zurückbringen. Das Umweltbundesamt unterstützt den Vorschlag.

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Brauereien und das Umweltbundesamt plädieren dafür, das Pfand auf Bierflaschen zu erhöhen (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Das Umweltbundesamt unterstützt den Vorstoß von Brauereien, das Pfand auf Bierflaschen und -kästen zu erhöhen. "Umweltpolitisch ist ein höheres Pfand auf Flaschen und Kästen sinnvoll. Dann haben die Kunden einen Anreiz, Flaschen und Kästen zügig zurückbringen", sagte der Verpackungsexperte der Behörde, Gerhard Kotschik, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Wenn Flaschen möglichst oft wieder befüllt werden, ist das ein Vorbild für Abfallvermeidung", sagte Kotschik. Das Pfand auf Mehrwegflaschen und -kästen sei seit vielen Jahren nicht erhöht worden. Nun sei es im Vergleich mit anderen Preisen sehr niedrig.

Derzeit sind Bierflaschen mit acht Cent Pfand belegt. Für Bierkästen gilt eine Leihgebühr von 1,50 Euro. Der Bundesverband privater Brauereien hatte eine Pfanderhöhung um mindestens das Doppelte ins Gespräch gebracht. Viele kleinere Brauereien müssen regelmäßig Flaschen und Kästen nachkaufen, weil die Kunden sie nicht mehr zurückbringen.

Mehrwegsystem retten

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Bettina Hoffmann, forderte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, einen "Mehrweg-Gipfel" einzuberufen, um das Mehrwegsystem in Deutschland zu retten. "Die Forderung der Privatbrauereien ist ein Hilfeschrei, den die Bundesregierung sehr ernst nehmen muss", sagte Hoffmann den Funke-Zeitungen.

In den nächsten Tagen wird das Umweltbundesamt dem Bericht zufolge die neuesten Zahlen dazu vorlegen, wie viele Getränke in Mehrwegflaschen verkauft werden. Sie beziehen sich auf das Jahr 2017. Nach Angaben von Verpackungsexperte Kotschik deutet sich an, dass der Anteil der Mehrwegflaschen auch im Jahr 2017 weiter leicht gesunken ist: "Die Tendenz der vergangenen Jahre setzt sich damit fort", sagte er.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 27. August 2019, 10:58 Uhr


Ich bin sehr dafür, außer aus Umweltbewußtsein auch aus einem anderen Grund: An unserem "Hundeweg", wo auch viele andere Hunde Gassi gehen, steht eine Bank mit schöner Aussicht. Im Sommer sitzen da abends und nachts oft Jugendliche und trinken Bier - soweit ok, warum nicht. Nur: Wir sammeln dort regelmäßig morgens Pfandflaschen ein, nicht, weil wir das Geld nötig hätten, sondern weil die Gefahr besteht, daß mit den leeren Flaschen beim nächsten Mal oder von anderen herumgekickt wird, bis sie kaputt sind. Wie oft haben wir schon Scherben aufgesammelt, damit sich die Tiere nicht verletzen! Offenbar haben die jungen Leute zuviel Taschengeld.
Ich frage mich aber ernsthaft: Warum kann ich eine leere Flasche (genauso wie eine leere Verpackung, aber das ist ein anderes Thema) nicht mit zurücknehmen, wo ich die volle Flasche, die doch viel schwerer ist, hintragen konnte? Ist das "cool" seinen Müll liegen zu lassen? Dann wird es Zeit, daß die Voraussetzungen für "cool sein" sich ändern. Die Umwelt zu vermüllen finde ich jedenfalls äußerst "uncool".
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