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Umfrage: Jeder zehnte Deutsche lehnt Impfung gegen Corona ab

5. Juni 2020

Wissenschaftler weltweit arbeiten auf Hochtouren an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Bis es ihn oder ein wirksames Medikament gibt, ist die Gefahr nicht gebannt. Fast jeder vierte Deutsche ist skeptisch, ob er ein Impfangebot nutzen würde.

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Impfausweis Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Jeder zehnte Bundesbürger (12 Prozent) will sich laut einer Umfrage auf gar keinen Fall gegen das Coronavirus impfen lassen. Weitere elf Prozent halten es für unwahrscheinlich, dass sie, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, diesen nutzen würden, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar in Bielefeld hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. 67 Prozent der Deutschen antworteten mit "in jedem Fall" (39 Prozent) oder "wahrscheinlich schon" (28 Prozent) auf die Frage. Innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen ist das der Umfrage zufolge der zweitniedrigste Wert.

Nur in Frankreich ist mit 58 Prozent die Impfbereitschaft geringer, wie zuerst die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) berichteten. Die Briten (78 Prozent) und Italiener (74 Prozent) hatten eine deutlich höhere Bereitschaft, sich impfen zu lassen für den Fall, dass ein Impfstoff zur Verfügung steht. Kantar-Politikforscher Torsten Schneider-Haase bezeichnete die geringe Impfbereitschaft in Deutschland als problematisch. "Hier schlägt die relativ hohe Zahl an Impfgegnern durch, was sich zum Beispiel auch im Fall von Masern beobachten lässt", sagte er den Funke-Zeitungen.

Frankreich liegt hinter Deutschland

Zurückhaltend zeigten sich die Deutschen demnach auch in der Frage, ob sie ihre Kinder impfen lassen würden. Lediglich 64 Prozent würden demnach ihre Töchter und Söhne "in jedem Fall" (33 Prozent) oder "wahrscheinlich schon" (31 Prozent) gegen das Coronavirus impfen lassen. Erneut lag nur Frankreich mit 56 Prozent hinter Deutschland in dieser Frage. Größere Impfbereitschaft der Eltern gab es hingegen in Großbritannien (74 Prozent) und Japan (73 Prozent). Deutlich ablehnend äußerten sich 22 Prozent der deutschen Eltern: Jeweils elf Prozent antworteten "wahrscheinlich nicht" oder "auf gar keinen Fall" auf die Frage, ob sie eine Impfung ihrer Kinder veranlassen würden.

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte zwischen dem 26. Mai und dem 1. Juni in den USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada jeweils mindestens 1.000 Menschen.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 5. Juni 2020, 14:29 Uhr


Es nutzen bestimmt viel mehr Leute täglich unbedarft ihre Handys und PC aber schon bei den normalen, jährlichen Grippeschutz - Impf - Aktionen gibt es noch zu viele Skeptiker , fast so ähnlich wie beim Blut -oder Organ Spenden. Diese grundsätzlichen "Ablehnungs- Gegner , die solche Maßnahmen grundsätzlich ablehnen, muß sehr zeitkritisch entgegen gehalten werden, daß dieses Grundverhalten eigentlich total gefährdend für andere sein kann. Gerade durch die vielen Reisefreiheiten in Europa bis hin zu weltweiten Urlaubs- und Handels -Beziehungen wird es immer wichtiger ( siehe Corona Verbreitung ) nicht nur auf dem Militär -und PC - Radar -und Bildschirm die Feinde zu suchen und abzuwehren, sondern diese kommen uns durch Atem, Niesen und Hände - Unhygiene viel, viel schneller näher, wie wir alle bisher nur erahnten und durch CORONA leider ernsthaft neu und erschreckend lernen mußten. Es nützten keine Atomwaffen, Bunker oder Satelliten - Schutzschirme, dieser Virus greift uns alle an , obwohl nicht zu sehn legte er weltweit alles lahm !
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