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Trump verkündet neue «Glaubensinitiative»

4. Mai 2018

US-Präsident Donald Trump hat am Donnertag (Ortszeit) bei einer Veranstaltung zum "Nationalen Gebetstag" per Exekutivanordnung eine neue "Glaubensinitiative" ins Leben gerufen.

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Washington (epd). Glauben sei "mächtiger als die Regierung, und nichts ist mächtiger als Gott", sagte Trump. Das neue Glaubensbüro solle das Weiße Haus beraten. Religiöse Organisationen dürften bei der Vergabe staatlicher Gelder nicht diskriminiert werden, heißt es in der Anordnung.

Details über Trumps Glaubensinitiative wurden nicht mitgeteilt. Auch unter den Ex-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush hatten "Glaubensbüros" die Zusammenarbeit der Regierung mit religiösen Verbänden koordiniert. Der Nationale Gebetstag wurde 1952 per Kongressbeschluss eingeführt, er findet am ersten Donnerstag im Mai statt.

Beten für die USA

Amerikaner aller Glaubensrichtungen seien eingeladen, für die USA zu beten. Nur eine "massive Gebetsbewegung wird uns zurück zu Gott bringen und unser Land heilen", sagte der diesjährige Präsident des Gebetstages, Baptistenpastor Ronnie Floyd. Gebetsgottesdienste fanden in den ganzen USA statt. Laut Floyd haben 2017 rund zwei Millionen Menschen an 30.000 Orten gebetet.

Im Weißen Haus beteten mit Trump mehrere Dutzend Geistliche und Politiker, darunter Floyd, die Fernsehpredigerin Paula White, der römisch-katholische Kardinal Donald Wuerl, Rabbi Levi Shemtov vom Rabbinerrat von Washington und die Präsidentin der Hilfsorganisation der mormonischen Kirche, Jean Bingham. Trump betonte, er habe sich seit Amtsantritt stark für Religionsfreiheit eingesetzt. Die Nation habe sich verändert. An Weihnachten sage man wieder "Fröhliche Weihnachten".

Unter den Teilnehmern waren auch Mitglieder der Baptistenkirche von Sutherland Springs in Texas. Dort hatte ein Amokläufer im November 26 Kirchgänger erschossen.

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Leser-Kommentare öffnen

Luise Scharfenstein, 7. Mai 2018, 8:03 Uhr


Das hätte ich nicht gedacht. Aber genau dies ist die logische Folge dessen, was bereits passierte. Es gibt eben in Wirklichkeit nicht ein eindeutiges Pro-Trump-, Contra-Trump-Lager. Die deutliche Grenze verläuft zwischen "Pro Evangelikales Christentum" / "Contra Evangelikales Christentum". Noch sind wir hier in Deutschland nicht so weit. Die Amtskirchen bilden deutlich das öffentliche Bewusstsein mit. Die Politik ist noch religionsfrei. Was, wenn es eines Tages auch bei uns einen Diskurs über die Schöpfungslehre im Schulunterricht gäbe? - Man kann viel auf die Evangelikalen schimpfen oder auf sie herabblicken. Doch man muss feststellen: die USA sind ein weitaus religiöseres Land als Deutschland. - Dennoch wünsche ich mir nicht diese Verhältnisse für Deutschland.
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