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Theologin Breit-Keßler: Gott liebt die Menschen ohne Vorbedingung

31. Oktober 2019

Gott liebe und akzeptiere jeden Menschen ohne jede Vorbedingung, sagt die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Sie ruft am Reformationstag zu mehr Gottvertrauen auf.

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München (epd). Die Theologin Susanne Breit-Keßler hat am Reformationstag zu Gelassenheit und Vertrauen auf Gott aufgerufen. Derzeit seien viele Menschen sehr darauf ausgerichtet, sich selbst zu vervollkommnen und ständig perfekt zu sein, sagte die Regionalbischöfin von München und Oberbayern am Donnerstag dem Radiosender Bayern2. Dahingegen sei die Botschaft Martins Luther (1483-1546) gewesen, dass Gott die Menschen ohne jede Vorbedingung liebt und akzeptiert. Sie müssten nicht unbedingt etwas leisten.

Christliche Erneuerungsbewegung

Protestanten in aller Welt feiern am Donnerstag den Reformationstag und erinnern damit an das Wirken Luthers. Dieser hatte am 31. Oktober 1517 von Wittenberg aus seine 95 Thesen gegen kirchliche Missstände veröffentlicht, die zum Ausgang einer christlichen Erneuerungsbewegung und der Gründung der evangelischen Kirchen wurden.

Der Reformationstag am 31. Oktober ist gesetzlicher Feiertag in den neun Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

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Leser-Kommentare öffnen

ellybe, 31. Oktober 2019, 10:26 Uhr


Flacher gehts nicht. Um es einem Schlagertext anzupassen: "Piep, piep, piep, Gott hat euch alle lieb." Alle gegenteiligen Texte - vor allem die prophetischen, die umstürzlerischen*, auch im neuen Testament, wie das Magnificat, Lukas 2* - werden hübsch ausgeblendet. Ach, was haben WIR doch für einen "lieben" Gott! Bloß biblisch ist er nicht (mehr).
* "Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen."
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Alwite, 1. November 2019, 5:58 Uhr


Wie diese Theologin vertraue auch ich auf Gott. Sein Vertrauen in uns bedarf der Bewährung jedes Einzelnen. Mein Einsatz ist angesprochen.
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ellybe, 1. November 2019, 8:40 Uhr


"Gott liebe und akzeptiere jeden Menschen ohne jede Vorbedingung", sagt, laut UNSERE KIRCHE, die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und ruft "zu mehr Gottvertrauen" auf.
Ich glaube an und vertraue auf einen gerechten Gott, der Gerechtigkeit liebt, der also nicht einfach so jeden Menschen liebt und akzeptiert, wie er ist, auch wenn er andere rücksichtslos ausbeutet, missbraucht oder ums Leben bringt.
Aber darf ich das noch? Bin ich dann noch christlich? Oder schon selbstgerecht?
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Erika Moers, 1. November 2019, 17:14 Uhr


Dass Gott die Menschen liebt, wissen wir Glaubenden seit Weihnachten, und das „…ohn‘ all mein Verdienst und Würdigkeit“, wie Martin Luther es ausdrückt.
Über Gottes Gerechtigkeit wollen wir nicht streiten - seine Gedanken sind nicht die der Menschen, auch wenn wir sie oft, ach, allzu oft nicht verstehen.

ellybe, 1. November 2019, 18:12 Uhr


Ja wenn das so ist! Wenn es brutale Gewaltherrscher auf der Erde gibt bzw. gab (die Namen sind ja wohl bekannt!); Völkermord; Missbrauch von Kindern, sogar Säuglingen usw.:
"Gottes Gedanken sind nicht die der Menschen"...Und er "liebt und akzeptiert jeden ohne Vorbedingung"! Warum lassen wir es nicht dabei? Warum stellen wir uns dann über Gott und streben nach irdischer Gerechtigkeit, sogar nach der Gerechtigkeit Gottes, und nach Frieden auf Erden? Dann streichen wir doch bitte solche Stellen in der Bibel, in denen anderes über Gott steht, z.B. Psalm 5,9; 11,7; 33,5; 40,10; 85,11; Jesaja 16,5; Matthäus 5,6; Römer 14,17 und viele andere Stellen.
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ellybe, 2. November 2019, 12:25 Uhr


Im Nachgang zum Reformationstag und zur (laut UNSERE KIRCHE) Behauptung von Frau Breit-Keßler, es "sei die Botschaft Martins Luthers... gewesen, dass Gott die Menschen ohne jede Vorbedingung liebt und akzeptiert.":
Martin Luther hat beim Studium des Römerbriefes, besonders des Kapitels 3, die Rechtfertigung des Menschen "ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben" wiederentdeckt. Dies im Zusammenhang einer "innerbetrieblichen" Diskussion mit seinen christlichen und jüdischen Glaubensbrüdern. Darin schreibt Paulus im Vers 22: "Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben." Dies bestärkt er noch einmal in dem berühmten Vers 28: "So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben." Damit ist klar, dass es sich nicht um eine allgemein-gültige Aussage über den bzw. die Menschen handelt, wie die Bischöfin sie trifft, sondern um eine, die für die sog. Gläubigen gilt, die das Geschenk bzw. die Erfahrung des Glauben als Voraussetzung hat. Diese Botschaft hat Luther der kirchlichen Obrigkeit seiner Zeit und den Menschen im christlichen Abendland neu verkündet.
Im Übrigen hat gerade Luther immer wieder betont, was im (schon zitierten) Magnifikat Lukas 2 über die Gerechtigkeit Gottes steht - wodurch ebenso deutlich wird, wen Gott eben nicht einfach jede/n so liebt und akzeptiert, wie er oder sie ist, und egal was er oder sie tut!
Gut zu lesen ist gerade in unseren Tagen auch das, was Jesus über den (missbräuchlichen) Umgang mit Kindern sagt: "Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall" (oder Bösen) "verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist."

Alwite, 4. November 2019, 16:44 Uhr


https://www.mykath.de/topic/249-wie-stehn-christen-zu-der-verf%C3%BChrung-zum-abfall/?page=2

Insgesamt sind etwa 70 deutsche Übersetzungen vor der Reformation nachweisbar, darunter verschiedene Evangelienharmonien...
Eigenes Verstehen eingeschlossen. Dem Wort Gottes zu vertrauen ist eine individuelle Angelegenheit, die nach meinem Verständnis, aufzutragen unmöglich ist.
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