hg
Buchtipp

Matthias Hoof
Mose lebt in Bielefeld
Bibelgeschichten heute

zur Detailseite

Anzeige

Taliban erobern vorübergehend strategische Stadt in Afghanistan

10. August 2018

Die Taliban haben am Freitag eine strategisch wichtige Stadt südlich der afghanischen Hauptstadt Kabul überrannt. Hunderte schwer bewaffnete Aufständische attackierten in den frühen Morgenstunden die Stadt Ghasni von zwei Seiten und nahmen wichtige Gebäude ein.

Anzeige

Kabul (epd). Das berichteten afghanische Medien. Afghanische Truppen, unterstützt von Nato- und US-Kräften schafften es, die Regierungsgebäude wieder zurück zu erobern. Am Nachmittag war die Lage jedoch unklar. Die Regierung erklärte, die Stadt sei wieder unter Kontrolle, während die Taliban behaupteten, Teile der Stadt im Osten des Landes besetzt zu halten. Zahlreiche Menschen wurden getötet.

Ghasni, 150 Kilometer südwestlich von Kabul gelegen, befindet sich auf der strategisch wichtigen Verbindungsstraße zwischen Kabul und Kandahar, im Süden des Landes. Der Angriff auf Ghasni ist eine der spektakulärsten Aktionen der Taliban in jüngster Zeit. Im Mai errangen die Islamisten für kurze Zeit die Kontrolle über die Stadt Farah. Im Jahr 2015 nahmen sie die nordafghanische Stadt Kundus für einige Tage ein. Dass es den Taliban gelingen konnte, Ghasni so einfach zu überrennen, ist eine bedenkliche Entwicklung. Damit demonstrieren die Taliban, dass sie in der Lage sind, die Hauptstadt von den wichtigen Südprovinzen abzuschneiden.

Hoffnungen auf eine neue Waffenruhe in Afghanistan

Der Angriff auf Ghasni lässt zudem die Hoffnungen auf eine neue Waffenruhe in Afghanistan schwinden. Die Regierung in Kabul befindet sich in Verhandlungen mit den Taliban über eine neue Feuerpause zu den anstehenden Feiertagen. Präsident Aschraf Ghani hatte erklärt, eine Kampfpause zum islamischen Eid-al-Adha-Fest sei wichtig. Eid-al-Adha findet in diesem Jahr voraussichtlich zwischen dem 21. und 25. August statt. Das Opferfest ist einer der wichtigsten Feiertage in der islamischen Welt.

Im Juni hatte eine kurze Waffenruhe die Hoffnungen auf einen Frieden am Hindukusch beflügelt. Überraschend hatten die Taliban damals einer dreitägigen Feuerpause zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan zugestimmt. Im ganzen Land kam es zu Verbrüderungsszenen zwischen Taliban-Kämpfern und Soldaten, die sich umarmten und miteinander das Ende der Fastenzeit feierten. Es war das erste Mal seit Beginn des Konfliktes 2001, das die Taliban in einen befristeten Friedenschluss einwilligten.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Matthias Hoof
Mose lebt in Bielefeld
Bibelgeschichten heute

zur Detailseite
Buchtipp

Matthias Hoof
Mose lebt in Bielefeld
Bibelgeschichten heute

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen