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Studie: Wildkräuter brauchen mehr Ökolandbau

14. Februar 2017

Wildkräuter auf deutschen Äckern haben es offenbar immer schwerer zu überleben. Nötig sei deshalb eine Ausweitung des Ökolandbaus. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Berlin von der Umweltorganisation WWF vorgestellte vergleichende Untersuchung von Ackerwildkräutern auf ökologisch bewirtschafteten und konventionellen Flächen.

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Berlin (epd). Danach ist die Vielfalt an Wildkräutern auf Öko-Äckern bis zu neunmal höher als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Kornblume, Lämmersalat oder Feld-Rittersporn würden bis zu 37 Prozent der ökologisch bewirtschafteten Fläche bedecken, auf herkömmlichen Äckern höchstens sieben Prozent.

Für die Untersuchung waren Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Agrarlandforschung im brandenburgischen Müncheberg im vergangenen Juni und Juli zur Hauptblütezeit auf insgesamt 155 Ackerflächen, davon 89 ökologisch bestellte Felder in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg unterwegs. Die Intensivierung der Landwirtschaft habe zu einem dramatischen Rückgang von Ackerwildkräutern geführt, hieß es.

"Arten-Kollaps" befürchtet

"Wir stehen kurz vor einem Arten-Kollaps auf unseren Feldern und Wiesen", sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland. Noch sei eine Trendwende möglich, "wenn es gelingt, die Fläche des Ökolandbaus zügig erheblich auszuweiten".

Mittlerweile gelten bundesweit gut ein Drittel der etwa 350 auf Äckern vorkommenden Wildkräuter als gefährdet. Auf Länderebene seien es teilweise noch mehr, hieß es. Die Untersuchung des Leibniz-Institutes war Teil des Projekts "Landwirtschaft für Artenvielfalt" von WWF, Edeka und Biopark.

Die höhere Artenvielfalt beim Ökolandbau führen Experten auf den Verzicht von chemisch-synthetischen Pestiziden und mineralischen Stickstoffdünger zurück. Weizen, Roggen und Dinkel würden weniger dicht stehen. Das schaffe Raum und Licht für andere Pflanzen.

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