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Pegida-Kundgebung in Dresden (Archivbild) Foto: epd-Bild
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Straftaten und Corona-Verstöße bei Kundgebungen in Sachsen

21. April 2020

Die fremdenfeindliche "Pegida"-Bewegung und die rechte Vereinigung "Pro Chemnitz" haben am Montag trotz Corona-Krise demonstriert.

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Pegida-Kundgebung in Dresden (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Dresden/Chemnitz (epd). Sie nutzten den ersten Tag gelockerter Ausgangsbeschränkungen in Sachsen für ihre Versammlungen in Dresden und Chemnitz, die jedoch zuvor von den Behörden jeweils auf 15 Teilnehmer beschränkt worden waren. In Chemnitz sei es im Umfeld der Kundgebung zu mehreren Verstößen sowie zu vier Straftaten gekommen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Unter anderem sei eine versuchte gefährliche Körperverletzung erfasst worden.

Etwa 300 Menschen hätten sich im Umfeld der "Pro Chemnitz"-Versammlung am Karl-Marx-Monument eingefunden und durch Transparente und lautstarke Äußerungen "offenkundig mit den Versammlungsteilnehmern sympathisiert", hieß es. Bei 40 Personen, die den Platzverweisen nicht nachkamen, seien Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung festgestellt worden. Diese legt unter anderem eine Kontaktbeschränkung sowie das Verbot von Ansammlungen von Menschen fest.

15 Menschen beteiligt

In Dresden verlief die "Pegida"-Kundgebung auf dem Neumarkt nach Polizeiangaben störungsfrei und endete nach knapp 20 Minuten. 15 Menschen hätten sich daran beteiligt. In Hör- und Sichtweite habe es Gegenprotest von fünf Personen gegeben.

Wegen einer Ordnungswidrigkeit nach der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung mussten sich nach Polizeiangaben drei Personen verantworten. Sie hätten an der Dresdner Frauenkirche ein Plakat hochgehalten und auf Einsatzkräfte nicht reagiert, hieß es.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 21. April 2020, 14:03 Uhr


Alle halten sich an die Regeln, und die Rechten dürfen machen, was sie wollen?
Unser Posaunenchor durfte am Ostersonntag nach Anfrage beim Ordnungsamt nicht einmal im Quartett draußen spielen, sondern nur zu zweit. Pegidademonstrationen à 15 Personen werden offiziell erlaubt. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?
Wir Bläser wollten keinen Ärger machen, sondern den Menschen Osterfreude bringen. Das war nur eng beschränkt und musikalisch nur wenig befriedigend erlaubt.
Ich Schaf habe wirklich geglaubt, daß die Behörden aus den NSU-Morden gelernt haben....
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Alwite, 21. April 2020, 18:21 Uhr


Der Artilkel regt den Verdacht an, dass es den Teilnehmern, (sie wissen genau, welche Behörde was wo genehmigt,) bei der Demo um "Aktion" ging und das Thema nur Anlass.
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