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Springer verzeichnet leichten Umsatz-Rückgang

14. August 2019

Der Umsatz im ersten Halbjahr ging um 1,9 Prozent zurück, teilte das Unternehmen mit. Langfristig fokussiere man auf Wachstum, sagte Vorstandsvorsitzender Döpfner.

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Die Zentrale des Axel-Springer-Verlags in Berlin (Archiv) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Beim Medienkonzern Axel Springer ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 leicht zurückgegangen. Insgesamt wurden 1,53 Milliarden Euro erwirtschaftet, damit lag das Ergebnis um 1,9 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums (1,56 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Die Erlöse der digitalen Medien legten im ersten Halbjahr organisch um 7,7 Prozent zu. Ihr Anteil am Konzernumsatz beträgt nun 73,8 Prozent gegenüber 69,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Bezogen auf das operative Geschäft (Ebitda) habe sich der Anteil sogar von 80,4 auf 87,2 Prozent erhöht, hieß es.

Zum konzernweiten Umsatz erklärte das Unternehmen, hier hätten sich Konsolidierungseffekte aus den Verkäufen des Frauen-Internetportals "Aufeminin" 2018 und der @Leisure-Gruppe im Juni ausgewirkt. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte legte der Umsatz Springer zufolge um ein Prozent zu.

133,4 Millionen Euro Konzernüberschuss im ersten Halbjahr

Der Konzernüberschuss betrug demnach im ersten Halbjahr bereinigt 133,4 Millionen Euro (minus 8,9 Prozent). Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda lag mit 344,8 Millionen Euro um 2,7 Prozent unter dem Vorjahreswert (354,5 Millionen Euro). Organisch legte der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) laut Axel Springer um 1,7 Prozent zu. Die bereinigte Ebitda-Rendite blieb demnach mit 22,5 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.

Das bereinigte Ebit (Gewinn vor Steuern, Zinsen und einmaligen Ausgaben) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent auf 238,7 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 253,4 Millionen Euro). Der gegenüber dem bereinigten Ebitda größere Rückgang resultiere aus erhöhten Abschreibungen, erklärte der Medienkonzern.

Beim bereinigten Ebit wirkten sich im ersten Halbjahr demnach ebenfalls Konsolidierungseffekte aus; organisch stieg es um 0,5 Prozent. Die Rendite lag mit 15,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (16,2 Prozent).

Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner betonte, sein Unternehmen fokussiere auf langfristiges Wachstum. "Deshalb investieren wir auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld dort in Mitarbeiter, Marken, Produkte und Technologie, wo wir Potenzial für Wachstum sehen. Hier wird uns die geplante strategische Partnerschaft mit KKR zusätzliche Freiräume verschaffen", sagte Döpfner mit Blick auf einen Einstieg der Beteiligungsgesellschaft bei Springer.

Der Finanzinvestor KKR hat ein Übernahmeangebot an die Springer-Aktionäre abgegeben, das von Vorstand und Aufsichtsrat des Medienhauses unterstützt wird. Anfang August hatte KKR bekanntgegeben, dass eine Annahmequote von 27, 8 Prozent der ausstehenden Aktien erreicht und damit die Mindestannahmeschwelle (20 Prozent) überschritten wurde. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 21. August.

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