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Die Zentrale des Axel-Springer-Verlags in Berlin (Archiv) Foto: epd-Bild
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Springer-Enkel verkaufen Teil ihrer Aktien an KKR

16. August 2019

Die Enkel des Verlagsgründers halten bislang insgesamt 9,8 Prozent an dem Konzern.

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Die Zentrale des Axel-Springer-Verlags in Berlin (Archiv) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Die beiden Springer-Enkel Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer verkaufen Teile ihrer Unternehmensbeteiligung an den US-Finanzinvestor KKR. Beide hätten sich entschieden, das Übernahmeangebot für Aktien im Gesamtumfang von etwa 3,7 Prozent des Grundkapitals der Axel Springer SE anzunehmen, teilten KKR und Springer am Freitag in Berlin mit. Mit ihren übrigen Aktien blieben sie weiterhin als unabhängige Aktionäre an dem Unternehmen beteiligt. Die Enkel von Verlagsgründer Axel Springer halten bislang insgesamt 9,8 Prozent an dem Konzern.

"Meine Schwester und ich sind von dem unternehmerischen Konzept für die Weitentwicklung von Axel Springer überzeugt", erklärte Axel Sven Springer. "Wir unterstützen deshalb das Übernahmeangebot und wollen mit dem verbleibenden Teil unserer Beteiligung den Wandel und das Wachstum des Unternehmens weiter begleiten."

Ein großer Teil der Springer-Aktionäre aus dem Streubesitz hat das Übernahmeangebot von KKR bereits angenommen. Nach Ablauf einer ersten Frist am 2. August verfügte der Investor bereits über 27,8 Prozent des Grundkapitals, wie der Konzern in der vergangenen Woche mitteilte. Die Annahmequote habe damit die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent deutlich überschritten. Eine weitere Annahmefrist läuft - wie gesetzlich vorgeschrieben - noch bis Mittwoch kommender Woche.

63 Euro pro Aktie

KKR bietet 63 Euro je Springer-Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat des Medienkonzerns hatten ihren Aktionären empfohlen, das Angebot anzunehmen. Es sei aus finanzieller Sicht fair. Der Vollzug des Angebots steht allerdings weiterhin "unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben", wie das Medienunternehmen betonte.

Die Verlegerin Friede Springer, die 42,6 Prozent der Anteile kontrolliert, und der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, der 2,8 Prozent der Anteile besitzt, wollen ihre Beteiligungen behalten. KKR könnte also insgesamt höchstens 54,6 Prozent der Anteile übernehmen. Der Investor wollte mindestens 20 Prozent der Anteile und plant, den Konzern von der Börse zu nehmen.

Zu Springer mit Sitz in Berlin gehören neben "Bild" und "Welt" unter anderem auch die Nachrichtenseite "Business Insider", die News-App "Upday" sowie Kleinanzeigenportale wie "Immonet" und "Stepstone". Der Konzern betreibt zudem den TV-Nachrichtensender Welt. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

KKR wurde 1976 in New York von Henry Kravis and George Roberts gegründet. Die Gesellschaft beschreibt sich selbst als führende globale Investmentfirma und besitzt ein Fondsvolumen von rund 200 Milliarden Dollar. Gemeinsam mit dem Medienmanager Fred Kogel baut KKR derzeit ein neues deutsches Unternehmen im Film- und Fernsehbereich auf und hat dafür eine Reihe von Produktionsfirmen und Vertriebsgesellschaften aufgekauft.

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