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Neue zweite Führungsebene begleitet Fusion der «Spiegel»-Redaktionen

7. Dezember 2018

Ab Januar sollen die Redaktionen von "Spiegel" und "Spiegel Online" schrittweise zusammenwachsen. Dafür gibt es an der Hamburger Ericusspitze künftig eine neue zweite Führungsebene. Auch "Die Zeit" will Print und Online noch stärker verzahnen.

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Das "Spiegel"-Verlagsgebäude in Hamburg Foto: epd-Bild

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Hamburg (epd). Der "Spiegel" installiert bei der Zusammenlegung von Print- und Onlineredaktion eine neue zweite Führungsebene unterhalb der Chefredaktion. Stefan Weigel, bisher Vize-Chefredakteur der "Rheinischen Post", übernimmt Anfang 2019 in der fusionierten Redaktion die Position eines Nachrichtenchefs, wie aus einer internen "Spiegel"-Mitteilung hervorgeht, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Zu diesem Zeitpunkt treten auch die neuen Chefredakteure Steffen Klusmann, Barbara Hans und Ullrich Fichtner offiziell an. "Die Zeit" will Print und Online ab dem kommenden Jahr ebenfalls enger verzahnen, wie die Hamburger Wochenzeitung mitteilte. Eine Fusion der Redaktionen ist dort aber nicht geplant.

Neu geschaffen werden beim "Spiegel" auch Posten für zwei "Managing Editors", die den Umstrukturierungsprozess begleiten sollen. Susanne Amann, bisher Ko-Leiterin des Print-Wirtschaftsressorts, übernimmt eine dieser Stellen. Amann ist auch Sprecherin der Geschäftsführung der Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent am Spiegel-Verlag hält. Die andere Managing-Editor-Position bekommt Jörn Sucher, bislang Vize-Chefredakteur von "Spiegel Online". Da Sucher die bisherige Online-Chefredakteurin Hans während ihres Mutterschutzes vertritt, soll Birger Menke von "Spiegel Online" die Funktion kommissarisch ausüben.

Daneben wird es vier "Blattmacher" geben. Diese Posten übernehmen laut Mitteilung Matthias Geyer und Juliane von Mittelstaedt vom gedruckten "Spiegel" sowie Thorsten Dörting und Oliver Trenkamp von "Spiegel Online". Zu besetzen sind auf der zweiten Führungsebene noch die Positionen eines Entwicklungschefs und eines Art Directors.

Bedeutung der Ressortleiter wachse

Die Managing Editors seien künftig gemeinsam mit der Chefredaktion auch für Personal und Budget zuständig, sagte eine Verlagssprecherin dem epd. Die Aufgabe der Blattmacher decke sich in etwa mit den bisherigen Zuständigkeiten der stellvertretenden Chefredakteure. Die Bedeutung der Ressortleiter nehme in der neuen Struktur nicht ab, sondern wachse sogar, weil die fusionierten Ressorts größer seien.

Die neue Chefredaktion und die Zusammenlegung der Redaktionen waren im August offiziell bekanntgegeben worden. Klusmann, bisher Chefredakteur des "Manager Magazins", wird Vorsitzender der neuen dreiköpfigen Chefredaktion. Er löst damit Klaus Brinkbäumer ab, der im Oktober nach dreieinhalb Jahren als Print-Chefredakteur aus dem Amt schied und den "Spiegel" im März verlassen wird.

Die Chefredaktion wird mit der Reform auch der Unternehmensleitung angehören. Neben der Mitarbeiter KG sind auch der Hamburger Verlag Gruner + Jahr mit 25,5 Prozent und die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein mit 24 Prozent am Spiegel-Verlag beteiligt.

Neues Ressort mit dem Titel "Streit"

Auch bei der "Zeit" sollen gedruckte und digitale Produkte 2019 enger zusammenrücken. Jochen Wegner, Chefredakteur von "Zeit Online", rückt zusätzlich auch in die "Zeit"-Chefredaktion auf und werde sich dort um eine bessere Zusammenarbeit kümmern, kündigte der Verlag am Donnerstagabend an. "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo übernimmt ab Anfang Januar zusätzlich den Vorsitz aller Chefredaktionen in der Verlagsgruppe.

Auch im gedruckten Blatt werden Änderungen zu sehen sein: Im ersten Halbjahr soll ein neues Ressort mit dem voraussichtlichen Titel "Streit" erscheinen. Damit wolle die Redaktion Debatten und Kontroversen mehr Raum geben, hieß es. Die bisherigen Ressorts "Chancen" zu Bildungsthemen und "Wissen" mit der wissenschaftsjournalistischen Berichterstattung werden zu einem gemeinsamen Bildungsressort zusammengeführt.

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