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Schiller-Gedächtnis-Preis geht an Nino Haratischwili

16. August 2019

Ihre Werke zeigten "beeindruckend, was Literatur zu leisten vermag, wenn sie sich mit aktuellen gesellschaftlichen Konflikten beschäftigt", heißt es zur Begründung.

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Stuttgart (epd). Die aus Georgien stammende Autorin Nino Haratischwili erhält in diesem Jahr den Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg. Ihre Werke zeigten "beeindruckend, was Literatur zu leisten vermag, wenn sie sich mit aktuellen gesellschaftlichen Konflikten beschäftigt", begründete Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) die Jury-Entscheidung laut einer Mitteilung vom Freitag. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Förderpreise zu jeweils 7.500 Euro gehen an die Nachwuchsdramatikerinnen Svealena Kutschke und Maryam Zaree.

Haratischwilis Werk sei "facettenreich und von einer hohen ästhetischen und sprachlichen Qualität", erklärte die Jury weiter. Die Autorin stelle Fragen, ohne moralisierend zu sein. In ihrem 2014 veröffentlichten Familienepos "Das achte Leben (Für Brilka)" zeige sich Haratischwili auf mehr als 1.200 Seiten als große sprachliche Stilistin. Ministerin Bauer sagte, die Schriftstellerin stehe in der aufklärerischen Tradition von Friedrich Schiller.

Regiestudium

Haratischwili wurde 1983 in der georgischen Hauptstadt Tiflis geboren und lebt seit 2003 in Deutschland. Sie studierte noch in Tiflis Filmregie und von 2003 bis 2007 Theaterregie an der Theaterakademie in Hamburg. Für ihre Werke hat sie bereits mehrere Preise erhalten.

Die Auszeichnungen des Landes Baden-Württemberg sollen am 14. November in Stuttgart überreicht werden. Der 1955 erstmals verliehene Schiller-Gedächtnis-Preis wird alle drei Jahre vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderen Max Frisch, Christa Wolf, Friedrich Dürrenmatt, Peter Handke und Botho Strauß.

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