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Rot-Kreuz-Präsident beklagt Folge von Krisen am Horn von Afrika

15. Januar 2020

Dürren, Überschwemmungen und Kämpfe bedrohen nach Angaben des Roten Kreuzes die Menschen am Horn von Afrika.

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Dürre in Somalia (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Genf, Addis Abeba (epd). Millionen Menschen am Horn von Afrika sind laut dem Roten Kreuz wegen Gewalt und Naturkatastrophen in einer fast ständigen Folge von Krisen gefangen. Dürren, Überschwemmungen und Kämpfe bedrohten die Menschen in Äthiopien, Somalia und Regionen anderer Staaten Ostafrikas, erklärte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, am Mittwoch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

In Äthiopien seien allein 2019 rund 930.000 Menschen vor Gewalt geflohen, das sei die höchste Zahl im vergangenen Jahr in Afrika. Zudem hätten 426.000 Kinder, Frauen und Männer vor Wetterextremen fliehen müssen, betonte Maurer zum Abschluss einer Ostafrika-Reise. In Somalia seien 2019 rund 500.000 Menschen neu vor Naturkatastrophen und 180.000 weitere vor Gewalt und Konflikten geflohen.

Extreme Wettersituationen

In der Region hat laut Maurer Anfang 2019 extreme Trockenheit geherrscht, dann folgten im Mai Überschwemmungen, bevor die Dürre zurückkam. Im Oktober und November wiederum hätten sintflutartige Regenfälle die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahrzehnten ausgelöst, erläuterte der Rot-Kreuz-Präsident. Nach seinen Angaben treten in Zeiten des Klimawandels verstärkt extreme Wettersituationen auf.

Die Menschen in Somalia leiden seit Jahrzehnten unter Gewalt und Terrorismus, Somalia gilt als "gescheiterter Staat". Im Vielvölkerstaat Äthiopien brechen immer wieder Konflikte zwischen den Ethnien auf. Für die Aussöhnung mit dem Nachbarstaat Eritrea und eine politische Öffnung im eigenen Land wurde der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed 2019 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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