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Religionsführer bereiten sich auf Treffen in Lindau vor

13. Juni 2019

Bis zu 1.000 Religionsvertreter aus 100 Ländern werden für August am Bodensee erwartet.

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Am Bodensee wird nach Gott gefragt. Foto: epd-Bild

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Brüssel (epd). Führende europäische Vertreter der großen Religionen haben sich von Dienstag bis Donnerstag in Brüssel auf das Welttreffen von "Religions for Peace" (Religionen für den Frieden, RfP) vorbereitet, das im August in Lindau am Bodensee stattfindet. Zu der Konferenz, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen soll, werden unter dem Motto "Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen - das Gemeinwohl für alle fördern" bis zu 1.000 Religionsvertreter aus 100 Ländern erwartet.

Erstes Treffen in Deutschland

Weltversammlungen von "Religionen für den Frieden" gibt es etwa alle fünf bis sieben Jahre. In Lindau findet vom 20. bis 23. August das zehnte Treffen statt, erstmals in Deutschland. Die Organisation ist seit 1973 von den Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert.

In Brüssel traf sich der europäische Zweig von "Religions for Peace", der "European Council of Religious Leaders" (Europäischer Rat religiöser Führer, ECRL), dem Führungspersönlichkeiten aus Judentum, Christentum und Islam sowie Buddhisten, Hinduisten, Sikhs und Zoroastrier angehören. Sie debattierten die fünf Themen, anhand derer die Lindauer Konferenz die Sorge um die gemeinsame Zukunft konkretisieren will, darunter der Schutz der Erde und das Konzept eines positiven Friedens. Unter dem Begriff des positiven Friedens versteht man gemeinhin nicht allein die bloße Abwesenheit von Krieg, sondern beispielsweise auch eine gerechte Gesellschaftsordnung.

Letztlich gehe es darum, "dass wir uns aus unserer religiösen Verwurzelung heraus um Fragen kümmern, was könnte unserer Beitrag sein zur Lösung der drängenden Probleme in der Welt", sagte der Präsident des ECRL, der schweizerische protestantische Theologe Thomas Wipf. Zum positiven Frieden könnten die Religionen beispielsweise auf den Feldern Versöhnung und Heilung beitragen, erläuterte ECRL-Generalsekretär Mark Owen. Mit Blick auf den Schutz der Erde könnten Religionsgemeinschaften in ganz praktischer Hinsicht wie dem Nutzen erneuerbarer Energien tätig sein, sagte Owen.

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