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rbb übernimmt Produktion von ARD-Mittagsmagazin

22. November 2016

Im Oktober 1989 startete das ARD-Mittagsmagazin - produziert vom Bayerischen Rundfunk (BR). Ab 2018 verantwortet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) die Sendung.

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Berlin/München (epd). Der BR werde die Sendung nach fast drei Jahrzehnten ab 2018 nicht mehr in München produzieren, teilten beide Sender am Dienstag mit. Der rbb soll sämtliche Zuständigkeiten in den Bereichen Redaktion und Produktion übernehmen und wolle die Sendung "zu einem modernen Hauptstadtmagazin weiterentwickeln". Bei der Konzeption der Sendung solle auch die Zusammenarbeit mit dem ARD-Hauptstadtstudio eine Rolle spielen.

Der rbb wolle in der ARD mehr Verantwortung übernehmen, sagte rbb-Intendantin Patricia Schlesinger am Rande der Sitzung der ARD-Intendantinnen und -Intendanten. "Die Federführung für das erfolgreiche Mittagsmagazin bietet uns die Chance, in einer wochentäglichen Live-Sendung neue Akzente aus Berlin und der Hauptstadtregion im 'Ersten' zu setzen. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an."

BR-Intendant: Abschied schmerzt sehr

Für den Bayerischen Rundfunk hat die Übergabe an den rbb auch wirtschaftliche Gründe. Durch die Umstellung von der Rundfunkgebühr auf einen festen Rundfunkbeitrag pro Haushalt haben sich seit 2013 innerhalb der ARD Änderungen ergeben. Der BR ist besonders betroffen und muss sich nun stärker einschränken als andere Sender. "Mit Blick auf unsere immer geringeren finanziellen Spielräume haben wir leider keine andere Wahl, als die Federführung abzugeben. Der Abschied schmerzt uns sehr", sagte BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

Das Mittagsmagazin wird abwechselnd von ARD und ZDF produziert. In den ZDF-Wochen kommt das Magazin aus Mainz. Das ARD-Mittagsmagazin ist nicht umlagefinanziert, die Kosten hat in den vergangenen 27 Jahren der BR getragen. Die erste Ausgabe ging am 9. Oktober 1989 auf Sendung.

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