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Prozess zu Anschlag auf Sikh-Tempel beginnt

7. Dezember 2016

Drei Jugendliche müssen sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Essen wegen des Bombenanschlags auf einen Sikh-Tempel im April in Essen verantworten.

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Essen (epd). Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten, die zum Tatzeitpunkt alle 16 Jahre alt waren, versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, Herbeiführen einer Explosion und gemeinschädlicher Sachbeschädigung vor. (AZ: 25 KLs 39/16)

Die Hauptverhandlung ist nach dem Jugendgerichtsgesetzt nicht öffentlich. Ein Urteil wird voraussichtlich im Februar gesprochen. Bei dem Anschlag am 16. April wurde der 60 Jahre alte Priester der Sikh-Gemeinde schwer verletzt. Auch zwei weitere Gemeindeglieder sollen Schnittwunden erlitten haben. Zusätzlich zu dem Bombenanschlag auf das Gebetshaus müssen sich die Jugendlichen auch für zwei Probesprengungen in einem Gelsenkirchener Skater-Park im Januar verantworten.

Über WhatsApp organisiert

Die muslimischen Angeklagten haben sich nach Angaben des Gerichts im vergangenen Jahr über soziale Netzwerke kennengelernt und im Laufe der Zeit radikalisiert. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen sollen sie eine Gruppe gebildet haben, die über WhatsApp chattete. Dabei sollen sie laut Gericht geplant haben, "Ungläubige" zu töten. Die drei Jugendlichen, die alle in Deutschland geboren wurden, kommen aus Gelsenkirchen, Essen und Schermbeck.

Die Sikh-Religion entstand als monotheistische Religion im 15. Jahrhundert im Norden Indiens. Sie geht auf den Wanderprediger Guru Nanak zurück. Zentrales Heiligtum ist der goldene Tempel von Amritsar im indischen Bundesstaat Punjab. In Deutschland leben schätzungsweise rund 25.000 Sikhs.

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