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Politik und Verbände fordern bessere Rahmenbedingungen für Familien

15. Mai 2019

Mehr Hilfen für Kinder aus armen Verhältnissen, längeres Elterngeld, Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung: Zum Internationalen Tag der Familie machen sich Sozialverbände und Politiker für eine bessere Familienförderung stark.

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Berlin (epd). Politiker und Sozialverbände haben eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien gefordert. Dazu gehöre vor allem die Sicherstellung von möglichst frühen und zielgerichteten Hilfen für Kinder und Jugendliche aus armen oder armutsgefährdeten Familien, erklärte das Kinderhilfswerk anlässlich des Internationalen Tags der Familie am Mittwoch. Die Grünen forderten ein längeres Elterngeld, die Union einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung der Kinder.

"Die Familienförderung in Deutschland sollte von Grund auf reformiert werden", erklärte das Kinderhilfswerk. Eine "zentrale Baustelle" seien die Entbürokratisierung und verbesserte Abstimmung der einzelnen Leistungen aufeinander, damit diese zielgerichtet bei Kindern und Familien ankommen. Ein Beispiel seien die komplexen Anrechnungsregelungen bei Kinderzuschlag oder Unterhaltsvorschuss. Daher sollten möglichst viele Einzelleistungen zusammengeführt werden.

"Kinderrechte gehören ins Grundgesetz"

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, erinnerte an von der Koalition bereits umgesetzte Reformen zugunsten von Familien. Verbesserungen bei Kinderfreibetrag, Kindergeld, Kinderzuschlag und Baukindergeld sowie das Gute-Kita-Gesetz seien schon erfolgreich auf den Weg gebracht worden. "Jetzt muss der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz angegangen werden", sagte Schön. Die Regierung solle dazu zügig Konzepte vorlegen.

Die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, sagte, Kinder müssten "jeden einzelnen Tag im Jahr im Mittelpunkt stehen". Familien seien so vielfältig wie das Leben selbst. "Paare, Patchwork, Pflegeeltern: Unser Ziel ist, sie alle zu unterstützen", erklärte Mast. "Und für uns ist klar: Kinderrechte gehören ins Grundgesetz."

Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt stellen

Katja Dörner, Sprecherin der Grünen für Kinder- und Familienpolitik, warb dafür, die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt politischen Handelns zu stellen. "Wir wollen bis zu 24 Monate Elterngeld statt nur 14", sagte sie. "Die Inanspruchnahme soll auch möglich sein bis Kinder 14 Jahre alt sind." Denn auch bei älteren Kindern brauche es phasenweise mehr Aufmerksamkeit und Zeit der Eltern, beispielsweise bei einem Schulwechsel oder in der Pubertät.

Der Verband berufstätiger Mütter (VBM) warb für eine grundlegend andere Arbeitskultur, die Familien mehr Zeit verschaffe. Er nannte etwa eine egalitäre Aufteilung der (vollzeitnahen) Arbeitszeit zwischen den Eltern, Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort sowie eine Einrichtung von Lebensarbeitszeitkonten. Nur die Umsetzung dieser flankierenden Maßnahmen könne verhindern, dass "die digitale Revolution zu neuen sozialen Verwerfungen führt", sagte die VBM-Vorsitzende Cornelia Spachtholz.

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