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Blick auf den Südflügel des Residenzschlosses Dresden, der Grünes Gewölbe, Rüstkammer und Kupferstichkabinett beherbergt (Archivbild von 2013). Foto: epd-Bild
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Nach Juwelendiebstahl bleibt Historisches Grünes Gewölbe geschlossen

26. November 2019

Die Kunstwelt steht unter Schock: Teile von drei Juwelengarnituren aus der Dresdner Schatzkammer sind gestohlen worden. Die Täter waren zunächst weiter flüchtig.

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Blick auf den Südflügel des Residenzschlosses Dresden, der Grünes Gewölbe, Rüstkammer und Kupferstichkabinett beherbergt (Archivbild von 2013). Foto: epd-Bild

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Dresden/Halle (epd). Nach dem Juwelendiebstahl bleibt das Historische Grüne Gewölbe in Dresden vorerst geschlossen. Die anderen Museen im Residenzschloss, darunter Rüstkammer und Paraderäume, seien von Mittwoch an aber wieder für Besucher zugänglich, sagte eine Sprecherin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch das Neue Grüne Gewölbe über der historischen Schatzkammer empfange wieder Gäste. Am Dienstag war das Dresdner Schloss für die Öffentlichkeit geschlossen.

Bisher unbekannte Einbrecher hatten am Montagmorgen aus der historischen Schatzkammer im Erdgeschoss des Residenzschlosses drei wertvolle Juwelengarnituren gestohlen. Auf einem Überwachungsvideo sind laut Polizei zwei Täter zu sehen. Die Kriminalpolizei gehe jedoch davon aus, dass weitere Täter beteiligt waren, hieß es.

"Konnten nicht alles mitnehmen"

Nach Polizeiangaben waren am frühen Montagmorgen zwei Täter in das Museum eingedrungen. Sie zerschlugen eine Vitrine mit einer Axt und stahlen eine noch unbekannte Zahl an Juwelen. Die Polizei wollte sich am Nachmittag zu weiteren Einzelheiten äußern. Das Grüne Gewölbe gehört zum Museumsverbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Die Generaldirektorin der Kunstsammlungen, Marion Ackermann, hatte unter anderem dem ZDF gesagt: "Die Täter konnten nicht alles mitnehmen, weil alle Objekte auch einzeln befestigt waren, sie waren mit Stichen vernäht mit dem Untergrund." Ackermann zufolge waren bei dem Einbruch mehrere Alarme ausgelöst worden. Das Sicherheitskonzept werde dennoch erneut überprüft.

Auch in anderen Museen hat der Kunstdiebstahl für einen Schock gesorgt. "In der gesamten Museumswelt herrscht maßloses Entsetzen", sagte Alfred Reichenberger vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle dem MDR-Magazin "Umschau" (Dienstag). Im Landesmuseum Halle lagert unter anderem die berühmte Himmelsscheibe von Nebra. Reichenberger ist auch stellvertretender Landesarchäologe Sachsen-Anhalts.

"Wert der Vollständigkeit"

Laut Ackermannn ist der Materialwert "gar nicht so hoch zu bewerten wie der Wert der Vollständigkeit" der Garnituren. Die Stücke aus Diamanten, Brillianten und Perlen seien von unschätzbarem kunst- und kulturhistorischem Wert. Das Grüne Gewölbe in Dresden ist die einstige Schatzkammer der Wettiner Fürsten und gilt als einer der kostbarsten Kulturschätze Deutschlands.

Der Kunstexperte Elmar Egner von der Domschatzverwaltung Quedlinburg betonte wie auch Reichenberger, dass es in Museen keine einhundertprozentige Sicherheit vor Diebstahl geben könne. In ihrer jeweiligen Heimatausstellung seien die Exponate im Grünen Gewölbe wie auch die Himmelsscheibe nicht versichert. Lediglich als Leihgaben gebe es für sie eine Versicherung.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 26. November 2019, 22:33 Uhr


Es ist auch unverständlich , daß in einer solchen einmaligen Landesschatzkammer, wo Volkskulturgüter ausgestellt sind, nur Wächter aufpassen, die nicht bewaffnet waren. Sogar schon im Nt, im Römer Brief 13 , 1 - 5 steht u. a. geschrieben, daß wenn du Böses tust ,die Obrigkeit das Schwert nicht umsonst trägst. Wächter die nur gucken dürfen sind ja fast gleich zu setzen mit einer Feuerwehr die zwar anrückt aber kein Wasser oder keine Schläuche dabei hat um den Brand zu löschen !
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