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Myanmar: Berufungsgericht bestätigt Haft von Reuters-Journalisten

11. Januar 2019

Zwei Reuters-Journalisten müssen in Haft, weil sie im Gebiet der Rohingya-Minderheit in Myanmar recherchiert haben. Der Vorwurf: Geheimnisverrat. Ein Gericht lehnte ihren Berufungsantrag ab.

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Frankfurt a.M., Rangun (epd). In Myanmar hat ein Gericht die Berufung von zwei Reuters-Journalisten gegen ihre jeweils siebenjährige Haftstrafe abgelehnt. Das teilte die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag mit. Die Richter befanden laut der Agentur, die Verteidiger von Wa Lone (32) und Kyaw Soe Oo (28) hätten nicht genug Beweise dafür erbracht, dass die beiden Journalisten unschuldig seien. Deshalb sei das Anfang September gefällte Urteil "eine angemessene Strafe".

Die Reporter waren wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen verurteilt worden. Sie können jetzt noch Revision vor dem oberstem Gerichtshof in der Hauptstadt Naypyidaw einlegen. Die Verfahren gegen die beiden Journalisten wird international scharf kritisiert. Amnesty International forderte ihre sofortige Freilassung.

Recherchen über Massaker an Rohingya

"Das heutige Urteil ist eine weitere Ungerechtigkeit unter vielen, die Wa Lone und Kyaw Soe Oo zugefügt wurden", sagte Reuters-Chefredakteur, Stephen J. Adler. "Sie bleiben aus einem Grund hinter Gittern: Die Machthaber wollten die Wahrheit zum Schweigen bringen."

Die Journalisten waren im Dezember 2017 bei Recherchen über ein Massaker an Angehörigen der muslimischen Rohingya-Volksgruppe verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, Geheimdokumente und eine Karte des westlichen Rakhine-Staates bei sich gehabt zu haben. Von dort flohen wegen einer brutalen Militäroffensive Ende August 2017 mehr als 700.000 Rohingya nach Bangladesch.   Das Gesetz gegen Geheimnisverrat in Myanmar stammt noch aus der britischen Kolonialzeit. Im Prozess hatte ein Polizist ausgesagt, die zwei Reporter seien in eine Falle gelockt worden. Ein Vorgesetzter habe die Übergabe der Dokumente lanciert, um die Journalisten unter diesem Vorwand festzunehmen.

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