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Minister Müller wirft Einzelhandel unmoralischen Preiskampf vor

16. Januar 2020

Entwicklungsminister Gerd Müller schüttelt den Kopf angesichts so mancher Preise in deutschen Supermärkten.

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Müller im März 2019 beim Besuch von Bananenbauern in Mexiko Foto: epd-Bild

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Osnabrück (epd). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wirft den Einzelhandelsketten unmoralische Geizkampagnen vor. "2,88 Euro für 500 Gramm Kaffee, das ist auf Dauer nur durch Ausbeutung der Erzeuger möglich. 'Supergeil' ist dann nur noch superdreist und superunmoralisch", sagte Müller mit Blick auf eine aktuelle Edeka-Kampagne der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag).

Minister zweifelt an Problembewusstsein

Sieben führende Einzelhandelskonzerne, darunter Aldi, Edeka und Rewe, wollen dem Bericht zufolge am Freitag auf der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche in Berlin im Beisein Müllers eine Selbstverpflichtung unterschreiben, mit der sie Erzeugern in Dritte-Welt-Ländern existenzsichernde Preise für Mangos, Bananen oder Kaffee garantieren.

Das sei zwar "ein wichtiger Schritt", sagte Müller, fügte aber hinzu: "Die Kampfpreise, mit denen mancher Lebensmittelhändler in diesen Tagen wirbt, lassen mich am Problembewusstsein zweifeln." Für eine Schauveranstaltung sei er nicht zu haben. Um Lieferketten auf eine wirklich faire Grundlage zu stellen, wolle er deshalb mit dem Einzelhandel eine Mindestpreisschwelle beim Einkauf von Bananen in Ecuador oder Kakao in Ghana vereinbaren.

Zusätzlich müsse die Beweiskette umgedreht werden. "Wer mit Dumping-Angeboten lockt und Bananen für 88 Cent oder ein Pfund Kaffee für 2,88 Euro verkauft, wird dem Kunden künftig beweisen müssen, dass da keine Kinderarbeit drinsteckt, sagte Müller. "Geizhandel" führe zu Verarmung, weil den Entwicklungsländern Milliarden an Wertschöpfung entzogen würden.

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