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Reste der Berliner Mauer an der Mauergedenkstätte (Archiv-Bild) Foto: epd-Bild
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Mauer-Gedenkstätte leidet unter Corona-Krise

17. April 2020

Die Arbeit der Stiftung Berliner Mauer ist fast völlig zum Erliegen gekommen.

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Reste der Berliner Mauer an der Mauergedenkstätte (Archiv-Bild) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Die öffentlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wirken sich auch auf Gedenkstätten in Berlin aus. Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, sagte dem Evangelischen Pressedienst (epd), bislang hätten bereits mehr als 1.300 Führungen storniert sowie etliche Seminare und Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Die Schließung etwa des Dokumentations- und Besucherzentrums der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde habe massive Auswirkungen auf die Arbeit der Stiftung.

Die historischen Orte lebten "von der zwischenmenschlichen Begegnung und dem direkten Dialog", sagte Klausmeier. Durch die fehlenden Besuchergruppen und abgesagten Führungen seien besonders die "Guides" betroffen, die freiberuflich für die Stiftung arbeiten: "Für sie hat die aktuelle Situation drastische finanzielle Konsequenzen, denn besonders die Zeit von März bis Mai - in der die meisten Klassenfahrten aus Ländern wie Frankreich oder Italien stattfinden - zählt zu den einkommensstarken Monaten." Die Stiftung setze sich dafür ein, dass diese Mitarbeiter unterstützt werden.

Gedenkstätte kein öffentlicher Park

Sorge bereitet Klausmeier auch das Verhalten der Menschen im frei zugänglichen Außenareal der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Viele Menschen nutzten die Freifläche für Spaziergänge, aber auch für Freizeitaktivitäten wie Ballspiele, Picknick, kleinere Partys oder als Spiel- und Auslauffläche für ihre Hunde: "Diese Entwicklung bereitet mir große Sorge, da es sich um einen Erinnerungs-, Trauer- und Gedenkort für die Opfer an der Berliner Mauer und nicht um eine öffentliche Parkanlage handelt." Durch die ausbleibenden Gruppenführungen fehle die soziale Kontrolle. "Wir müssen und werden in Zukunft vor Ort präsenter sein, um dieses inakzeptable Verhalten zu beenden", sagte Klausmeier.

Als Folge der Corona-Krise musste die Stiftung auch die für April geplante Eröffnung einer neuen Sonderausstellung in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde auf unbestimmte Zeit verschieben. Trotz des aktuellen Verbotes öffentlicher Veranstaltungen plant die Stiftung "die für uns sehr relevanten Gedenkveranstaltungen anlässlich der Jahrestage von Mauerbau und Mauerfall" in der zweiten Jahreshälfte, sagte Klausmeier. Zudem werde überlegt, ob einzelne Veranstaltungen digital stattfinden können. Als Beispiel verwies Klausmeier auf die täglichen Andachten für die Todesopfer an der Mauer in der Kapelle der Versöhnung, die derzeit über Youtube verfolgt werden könnten.

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Leser-Kommentare öffnen

Matthäus53, 17. April 2020, 15:33 Uhr


Das Gedenken an die "Mauer" und die viele DDR - Todes - und Gefängnisopfer muß auch in Krisenzeiten so gut wie möglich aufrecht erhalten werden. Vielleicht geht dass auch in Form von guten regelmäßigen Berichten in den vielen Pressepublikationen oder über gute Internetportale , ähnlich wie die neue Form der Gottesdienste ( z. B. digitale Museumsbesuche filmen ). Aber in der Corona Krisenzeit, wo jetzt alle Seiten nach Unterstützung schreien, sollte auch seitens des Finanzministers Olaf Scholz dringends überlegt werden, ob nicht der bisherige Solidaritätszuschlag, alleinig schon wegen des gut klingenden Namens, doch für alle und die Zeiten nach der Corona Krise beibehalten wird. Der Soli wird dann aber von grundsätzlich allen Löhnen und auch Gehalts - und Lohn ähnlichen - Einkommen erhoben ( egal wie hoch nach oben ! ) um die Krisengelder re zu finanzieren !
Dies wäre ein wirklich solidarischer und christlich humanitärer Beitrag den unsere Bürger sicherlich gerne für einen begrenzten Zeitraum , vielleicht so ca. 2- 5 Jahre entrichten würden.
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