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Leeres Klassenzimmer zeigt fehlende Bildungschancen für Mädchen

6. März 2017

Weltweit 130 Millionen Mädchen haben nach Angaben der Entwicklungsorganisation ONE keinen Zugang zu Bildung. Die Kampagnenorganisation gegen Armut machte darauf mit einem leeren Klassenzimmer auf dem Berliner Alexanderplatz aufmerksam.

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Leeres Klassenzimmer in Berlin Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Zwei Tage vor dem Weltfrauentag sollte mit der Installation auf die fehlenden Bildungschancen von Mädchen weltweit und deren wirtschaftliche und soziale Folgen hingewiesen werden. Gleichzeitig stellte ONE am Montag seinen aktuellen Bericht "Armut ist sexistisch: Warum Bildung für alle Mädchen gut für alle ist" vor.

Demnach sind Mädchen und Frauen weltweit am stärksten von extremer Armut betroffen. Zugleich hätten sie das größte Potenzial, diese Armut zu beenden. Der Bericht zeige, dass dieses Potenzial aber nur entfaltet werden kann, wenn alle Mädchen weltweit Zugang zu Bildung erhalten. ONE forderte daher von den Geberländern gezielte Bildungsinvestitionen sowie Reformen in den betroffenen Ländern, damit bestehende Hürden beim Zugang zu Bildung für Mädchen abgebaut werden.

"Die sicherste Wette, die wir eingehen können"

Unterstützt wird das Anliegen den Angaben zufolge von zahlreichen Prominenten, darunter der US-amerikanischen Sängerin Lady Gaga, Sänger Bono, Schriftstellerin Sybille Berg, TV-Moderatorin Dunja Hayali, Komikerin Carolin Kebekus, Schauspielerin Anna Loos, Schauspieler Christian Ulmen und Sängerin Lena Meyer-Landrut. In einem offenen Brief forderten sie weltweit ihre Regierungen dazu auf, ein Finanzierungs- und Reformpaket zu verabschieden, das allen Mädchen bis 2030 den Zugang zu Bildung ermöglicht.

Dem Bericht zufolge haben Mädchen, die keine Schule besuchen, eine größere Wahrscheinlichkeit, dass sie Kinderbräute werden, sich mit Krankheiten wie HIV anstecken und jünger sterben. Wenn sie aber Zugang zu Bildung erhalten, steigen ihre Erwerbschancen und ihr späteres Einkommen. Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor von ONE, sagte: "Einem Mädchen in den ärmsten Ländern der Welt einen Schultag zu ermöglichen, kostet weniger als ein Laib Brot. In ihre Entwicklung und Zukunft zu investieren, ist die sicherste Wette, die wir eingehen können." Das wirke sich nicht nur positiv auf ihr Leben aus, sondern auch auf ihre Familien, Gemeinschaften und letztlich ihre Heimatländer.

Zugleich startete ONE auch die Kampagne #GirlsCount. Weltweit sind Menschen dazu aufgerufen, ein Bild oder Video davon zu machen, wie sie eine Zahl zwischen 1 und 130 Millionen sagen, singen, zeichnen, modellieren oder tanzen. Mit dem geposteten Bild oder Video soll Solidarität mit einem der 130 Millionen Mädchen bekundet werden, die keinen Zugang zu Bildung haben.

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