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Ein Mann wird gegenüber einer Frau gewalttätig (Symbolfoto) Foto: epd-Bild
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Knapp 130.000 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt

22. November 2016

Demütigungen, körperliche Attacken oder Vergewaltigungen: Zehntausende Menschen sind laut BKA von Gewalt innerhalb ihrer Partnerschaft betroffen - die meisten Opfer sind weiblich. Oft werde auf eine Anzeige verzichtet.

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Ein Mann wird gegenüber einer Frau gewalttätig (Symbolfoto) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Im vergangenen Jahr sind knapp 130.000 Menschen Opfer von Gewalt innerhalb ihrer Partnerschaft geworden. Dies geht aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor. Betroffen sind vor allem Frauen (82 Prozent). Knapp die Hälfte von ihnen lebte zum Zeitpunkt der Tat mit dem Täter in einem Haushalt. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) bewertete die Zahlen als schockierend.

"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter", sagte BKA-Präsident Holger Münch bei der Vorstellung der Daten. Sie reiche von subtilen Formen der Demütigung bis zu sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und weiterer körperlicher und psychischer Gewalt. 415 Menschen wurden von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet. 331 von ihnen waren Frauen. Zahlen und Daten zu häuslicher Gewalt wurden erstmals erhoben.

Hilfetelefon geschaltet

"Die Zahlen sind schockierend", sagte Bundesfrauenministerin Schwesig. "Gewalt in Partnerschaften ist kein Randthema." Man müsse den Betroffenen Mut machen. Ihr Ministerium hat ein Hilfetelefon geschaltet, das rund um die Uhr anonym Beratung anbietet.

Den Angaben zufolge ist der größte Anteil der weiblichen Opfer zwischen 30 und 39 Jahre alt. Auch bei den männlichen Tätern kommt der Großteil aus dieser Altersgruppe. In vielen Fällen wird aus Scham, aus Rücksicht auf die Kinder oder aus einer finanziellen Abhängigkeit heraus auf eine Anzeige verzichtet. "Schweigen brechen heißt Hilfe möglich machen", sagte Münch. Schweigen nütze nur den Tätern.

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