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Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm feierte einen Weihnachtsgottesdienst mit jugendlichen Strafgefangenen. Foto: epd-Bild
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Kirchen rufen zu Zuversicht und Zusammenhalt auf

24. Dezember 2019

Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm feierte an Heiligabend einen Gottesdienst mit jungen Strafgefangenen. Er warnte vor Egoismus in einer von Spaltung bedrohten Gesellschaft. Für Kardinal Marx ist Weihnachten der Aufruf zu tätiger Solidarität.

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Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm feierte einen Weihnachtsgottesdienst mit jugendlichen Strafgefangenen. Foto: epd-Bild

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Frankfurt a.M. (epd). Die Kirchen haben an Weihnachten zu Zuversicht und Zusammenhalt in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, warnte vor Selbstbezogenheit und Egoismus. "Die Weihnachtsgeschichte zeigt, dass es mehr gibt als nur die eigenen Interessen", sagte der bayerische Landesbischof. Für Kardinal Reinhard Marx ruft Weihnachten alle Menschen zu tätiger Solidarität auf.

Das Kind in der Krippe sei der Bruder aller Menschen, mit ihm nehme Gott jeden Menschen in den Blick und in die Arme, betonte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in seiner an Heiligabend in München veröffentlichten Weihnachtsbotschaft. Wer diese Botschaft ernst nehme, dürfe "nicht mehr nur das eigene Ich, die eigene Nation sehen und die eigene Interessen im Blick haben".

Sorge um das Wohl des Planeten Erde

Das zu Ende gehende Jahr habe Spannungen, Polarisierungen und Ängste ausgelöst, erklärte der Münchner Erzbischof. Dabei stehe im Zentrum der Sorgen vieler Menschen das Wohl des Planeten Erde. Als Beispiel der Zuversicht nannte der Kardinal die erste Mondlandung vor 50 Jahren. Zum ersten Mal sei es möglich gewesen, die Erde in ihrer Einmaligkeit und Schönheit von außen zu sehen und zu bestaunen. Das habe gezeigt, wie kostbar und einzigartig die Welt sei. Diese Sicht müsse zu mehr Gemeinschaft und zu mehr Einsatz für die Zukunft dieses Planeten motivieren.

"Zunehmend von Spaltung bedroht"

Der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Weihnachtsbotschaft sei zeitlos und in jedem Jahr aufs Neue aktuell. "Da strahlt die Liebe Gottes in die Welt hinein", sagte Bedford-Strohm. Die Menschen, die sich davon inspirieren ließen, seien auch berufen, diese Liebe selbst auszustrahlen. "Das ist in einer Gesellschaft, die zunehmend von Spaltung bedroht ist, umso wichtiger", betonte der Landesbischof.

"Gott ist Mensch geworden. Deshalb begegnet uns Gott im anderen Menschen, im Gegenüber", erklärte Bedford-Strohm: "Das und vieles andere neu zu reflektieren und zum Teil des eigenen Lebens zu machen, ist eine starke Perspektive." Er feierte am Morgen mit rund 60 Gefangenen einen Weihnachtsgottesdienst in einem Jugendgefängnis in Neuburg an der Donau. Dort sagte er, durch die Weihnachtsgeschichte habe Gott mit seiner "bedingungslosen Liebe" eine Zukunft für alle Menschen eröffnet.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 28. Dezember 2019, 21:18 Uhr


Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren, erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren, so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.
Sagte schon Friedrich II., der Große
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ellybe, 29. Dezember 2019, 14:39 Uhr


Das verstehe ich nicht: Dass die erste Mondlandung "ein Beispiel der Zuversicht" sein soll?! Sie war ein weltbewegendes Ereignis, das ich nachts im Fernsehen verfolgen konnte. Aber sie war vor allem eine Demonstration der Macht und der Überlegenheit des "freien" Westens (sprich der USA) gegenüber dem unfreien Osten (sprich der UdSSR), im kalten Krieg, im militärischen Wettstreit (Wettrüsten) der Systeme: WIR sind die führende Macht, nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall!
Wie eine solche Demonstration "ein Beispiel der Zuversicht" sein soll und zu "mehr Gemeinschaft" unter den Menschen, unter den Völkern führen soll, ist mir mehr als fraglich. Längst wird, in Fortsetzung jener Machtdemonstration, die militärische Eroberung des Weltalls und sein Ausbau zur militärischen Basis von Großmächten weiter betrieben. Wie kann man das in einer Weihnachtsansprache, die doch "die Sorgen vieler Menschen" ernst nehmen will, einfach ausblenden?
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