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«Islamischer Staat» bekennt sich zu Anschlag auf Moschee in Kabul

22. November 2016

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hat sich zu dem Anschlag auf eine schiitische Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul bekannt. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Montag während eines Gottesdienstes in die Luft gesprengt und mindestens 32 Gläubige getötet und mehr als 50 weitere verletzt.

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Kabul (epd). Die Moschee war gut besucht, weil die Schiiten einen wichtigen Gedenktag begingen. Der "IS" erklärte, der Selbstmordattentäter habe 16 Kilogramm Sprengstoff bei sich gehabt, wie das afghanische Nachrichtenportal Tolo News am Dienstag berichtete.

Die Tat löste international Entsetzen aus. Menschenrechtler und Politiker riefen die afghanische Regierung auf, die schiitische Minderheit im Land besser zu schützen.

Taliban-Kommandeure als IS-Kämpfer

Die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung sind Sunniten, die Schiiten stellen knapp 20 Prozent. In jüngster Zeit häufen sich in Kabul Anschläge auf Schiiten, die vom "Islamischen Staat" als religiöse Abweichler verurteilt werden.

In den vergangenen Monaten hat der "IS" seinen Einfluss in Afghanistan und im Nachbarland Pakistan deutlich ausgeweitet. Die Terrororganisation nennt sich in Afghanistan "Daesh" und rekrutiert seine Führer aus den Rängen der Taliban-Kommandeure. Der "IS" gilt jedoch als radikaler als die Taliban mit einer stark sektiererischen Ausrichtung. Bereits Mitte Oktober wurden bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul 14 Menschen getötet. Im Juli starben 80 Teilnehmer bei einem Anschlag auf einen Protestzug von Schiiten in Kabul. Der "IS" bekannte sich später zu dieser Tat.

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