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Interpol verweigert Fahndung nach Ecuadors Ex-Präsident Correa

6. Dezember 2018

Interpol hat einen internationalen Fahndungsaufruf gegen Ecuadors Expräsident Rafael Correa verweigert. Die internationale Polizeiorganisation wies einen Antrag der ecuadorianischen Justiz zurück, weil er den Menschenrechten widerspreche, wie die Tageszeitung "El Universo" am Donnerstag berichtete.

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São Paulo (epd). Correa ist in Ecuador angeklagt, mutmaßlicher Drahtzieher der gescheiterten Entführung eines nach Kolumbien geflüchteten Oppositionspolitikers im Jahr 2012 zu sein. Der in Belgien lebende Ex-Staatschef Correa weist die Anschuldigungen zurück und spricht von "politischer Verfolgung". In Ecuador erklärte die Richterin Daniella Camacho jedoch, der Haftbefehl gegen Correa bleibe bestehen. Auch würden die Ermittlungen gegen ihn weitergeführt. Correa war im Mai 2017 als Präsident abgelöst worden und ist mit einer Belgierin verheiratet.

Im Auftrag des ecuadorianischen Geheimdienstes gehandelt

Mit seinem Nachfolger und ehemaligen Vize, Lenín Moreno, ist er inzwischen verfeindet. Moreno hatte nach seiner Machtübernahme Korruptionsermittlungen gegen ehemalige Regierungsmitglieder eingeleitet.

Ziel der versuchten Entführung war der Oppositionspolitiker Fernando Balda, ein ehemaliger Abgeordneter der verfassungsgebenden Versammlung, der Correa Korruption vorgeworfen hatte. Als der politische Druck auf Balda zunahm, flüchtete er in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá. Die später in Kolumbien verurteilten fünf Täter gaben an, im Auftrag des ecuadorianischen Geheimdienstes gehandelt zu haben.

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