hg
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite

Anzeige

Gewaltsame Proteste in Haiti legen öffentliches Leben lahm

12. Februar 2019

Proteste in Haiti richten sich gegen Korruption und die Folgen einer Wirtschaftskrise. Es kommt zu Ausschreitungen, fünf Menschen sollen getötet worden sein.

Anzeige

Mexiko-Stadt, Port-au-Prince (epd). Bei gewaltsamen Protesten in Haiti ist es den fünften Tag in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten griffen am Montag (Ortszeit) Geschäfte und Tankstellen an, errichteten Straßenbarrikaden und plünderten Läden. Sowohl die Hauptstadt Port-au-Prince als auch kleinere Städte waren von den Unruhen betroffen. Zahlreiche Schulen sowie fast alle Unternehmen wurden geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Haiti Press Network meldete. Laut Berichten lokaler Medien wurden mindestens fünf Menschen getötet.

Die seit Donnerstag vergangener Woche andauernden Proteste richten sich gegen Korruption und die Folgen der Wirtschaftskrise, in der sich das Land befindet. Oppositionspolitiker fordern den Rücktritt von Präsident Jovenel Moïse. Zwei Tage vor Beginn der Unruhen hatte die Regierung Maßnahmen verkündet, um die ökonomische Krise in den Griff zu bekommen. Zudem war bekanntgeworden, dass Mitglieder der früheren sowie der amtierenden Regierung im Rahmen des Erdölprogramms "Petrocaribe" Geld hinterzogen haben sollen. Über das Programm erhält Haiti günstiges Erdöl aus Venezuela.

Aufrufe zum Dialog aus dem Ausland

Wie das Online-Portal "Haiti Libre" berichtete, rief die international zusammengesetzte Core Group Politiker und Zivilgesellschaft zu einem konstruktiven Dialog auf. Die Beteiligten müssten realistische und nachhaltige Lösungen suchen, um die politische und wirtschaftliche Krise des Landes zu überwinden, erklärte die Gruppe, an der Vertreter der UN-Mission MINUJUSTH und der Organisation Amerikanischer Staaten sowie Botschafter aus Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Spanien, der EU und den USA beteiligt sind. Der Nachbarstaat Dominikanische Republik hat am Montag seinen Grenzschutz verschärft, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

Haiti gilt als ärmster Staat des amerikanischen Kontinents. Das Land mit elf Millionen Einwohnern hat sich noch nicht von dem schweren Erdbeben 2010 erholt, bei dem rund 300.000 Menschen starben und mehr als eine Million obdachlos wurden. Im vergangenen Jahr kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, nachdem die Regierung eine Erhöhung der Benzinpreise angekündigt hatte. Im November legten Streiks und Demonstrationen gegen Korruption Port-au-Prince lahm.

0

Leser-Kommentare öffnen

Bitte melden Sie sich erst an, um einen Kommentar zu verfassen
zum Login
Buchtipp
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite
Buchtipp

Vio Mütter
Der Notfall namens Jesus

zur Detailseite
Per E-Mail empfehlen