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Gegenbewegung zu «Maria 2.0» in Bayern gegründet

15. Mai 2019

Im oberbayerischen Schongau hat sich eine Gegenbewegung zur Bewegung "Maria 2.0" katholischer Frauen formiert.

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Gewebte Ikone mit dem Motiv der Muttergottes (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Schongau (epd). Die katholische Lehrerin Johanna Stöhr hat eine Internetseite mit dem Titel "Maria 1.0" online gestellt, die als Motto "Maria braucht kein Update" ausgibt. Die 33-Jährige aus dem Bistum Augsburg will ihre Aktion selbst offenbar nicht als Gegenbewegung verstanden wissen, sondern als Hinwendung zur Mutter Gottes. Man wolle Maria "nicht instrumentalisieren, um eigene Interessen durchzusetzen", heißt es auf der Seite: "Wir sind katholische Frauen, die unsere Mutter Gottes verehren."

Von Gott zugewiesene Berufung

Stöhr verweist auf die Päpste Johannes Paul II. und Franziskus, die beide Frauen von Weiheämtern ausgeschlossen haben. Der katholischen Würzburger Zeitung "Die Tagespost" (Online-Ausgabe) sagte sie, die päpstlichen Schreiben machten klar, dass es sich dabei um eine Glaubenswahrheit handle, die eben nicht verhandelbar sei. Sie verstehe, dass sich Frauen - gemessen an weltlichen Maßstäben - in der Kirche nicht gleichberechtigt fühlten. Die Kirche sei aber auch "kein Unternehmen, sondern der lebendige Leib Christi". In diesem Leib habe jeder Mann und jede Frau eine von Gott zugewiesene Berufung.

Am Wochenende haben Tausende katholische Frauen in vielen Gemeinden in ganz Deutschland einen einwöchigen Kirchenstreik begonnen. Sie protestieren damit gegen die männerdominierte Kirche und um Reformen anzustoßen. Die Bewegung "Maria 2.0" tritt unter anderem für den Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine umfassende Aufklärung von sexuellem Missbrauch durch Priester ein. Bis zum 18. Mai wollen die Streikenden keine Kirche betreten und auch keine ehrenamtlichen Dienste verrichten.

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