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Friedhof Campo Santo Teutonico im Vatikan (Archivbidl) Foto: epd-Bild
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Zwei geöffnete Gräber im Vatikan sind leer

11. Juli 2019

Das Verschwinden einer 15-jährigen Vatikan-Bürgerin im Jahr 1983 bleibt weiter rätselhaft. Nachforschungen auf dem deutschen Friedhof am Petersdom führen ins Leere.

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Friedhof Campo Santo Teutonico im Vatikan (Archivbidl) Foto: epd-Bild

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Rom (epd). Der Vatikan lässt auf dem deutschen Friedhof am Petersdom nach einem vor 36 Jahren verschwundenen Mädchen suchen. Nach Angaben des Kirchenstaates wurden am Donnerstag zwei Gräber aus dem 19. Jahrhundert geöffnet. Allerdings waren beide Grabstellen leer. Es seien keine menschlichen Überreste gefunden worden, teilte der Vatikan mit.

Die beiden Gräber waren geöffnet worden, um festzustellen, ob sich darin die sterblichen Überreste von Emanuela Orlandi befinden. Der Vatikan hatte einer Untersuchung zugestimmt, nachdem die Familie des Mädchens einen anonymen Hinweis erhalten hatte, demnach sich die Überreste des Kindes in einem Grab auf dem Friedhof befinden könnten.

Keine menschlichen Überreste gefunden

Mitarbeiter der Dombauhütte von Sankt Peter hatten die Gräber der 1836 verstorbenen Sophie von Hohenlohe und der 1840 verstorbenen Charlotte von Mecklenburg ausgehoben. Die Nachfahren der beiden in den Gräbern bestatteten Adeligen hätten sich zur freiwilligen Zusammenarbeit mit der vatikanischen Justiz bereiterklärt, hieß es.

Der deutsche Friedhof Campo Santo Teutonico liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Petersdom in Rom. Er ist ausschließlich über vatikanisches Staatsgebiet zugänglich.

Laut Vatikan dauerte die Öffnung drei Stunden. Bei einer Inspektion des Hohenlohe-Grabes sei ein 4 mal 3,70 Meter großer völlig leerer Raum freigelegt worden. Es befanden sich beispielsweise auch keine Urnen mehr darin. Auch im benachbarten Mecklenburg-Grab seien keine menschlichen Überreste gefunden worden, teilte der Vatikan mit.

Verschwinden sorgte für Verschwörungstheorien

1983 war die damals 15-jährige Emanuela Orlandi vom Musikunterricht nahe der Piazza Navona nicht nach Hause gekommen. Das Verschwinden der Vatikan-Bürgerin sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Verschwörungstheorien bis hin zur Mutmaßung, sie sei gemeinsam mit einem römischen Mafia-Boss in einer Kirche in der römischen Altstadt begraben.

Ihre sterblichen Überreste wurden zuletzt unter dem Boden der Vatikanbotschaft in Rom vermutet, nachdem dort im vergangenen Herbst bei Bauarbeiten Knochen entdeckt worden waren. DNA-Tests indes widerlegten den Verdacht, die Knochen stammten aus der Antike.

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