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Erneut Demonstrationen in Köthen geplant

14. September 2018

Eine Woche nach dem Todesfall eines 22-Jährigen in Köthen kommt die Stadt auch an diesem Wochenende nicht zur Ruhe. Für Sonntag sind zwei Demonstrationen angekündigt: Zum einen mobilisiert die rechte Szene, zum anderen rufen mehrere Bündnisse gegen rechts zum Gegenprotest auf.

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Köthen (epd). Bereits für Samstag haben die Stadt Köthen und die Evangelische Landeskirche Anhalts dazu aufgerufen, den Markplatz vor der Jakobskirche mit Symbolen des Friedens zu verzieren und mit Kreide bunt zu gestalten.

Damit solle ein buntes Zeichen für Frieden und Toleranz gesetzt werden, hieß es. In der Jakobskirche werden am Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr erneut Friedensgebete stattfinden. Zu den Teilnehmerzahlen der angemeldeten Demonstrationen wollte die Polizei in Dessau-Roßlau auch am Freitag keine Angaben machen.

Im Internet mobilisiert der rechtsgerichtete, brandenburgische Verein "Zukunft Heimat", unterstützt unter anderem von "Pegida", der rechtsextremen Plattform "Ein Prozent" sowie AfD-Politikern und ruft zur Teilnahme an der Demonstration am Sonntag auf. Vor einer Woche hatten an einem Aufmarsch in Köthen 2.500 Demonstranten teilgenommen, darunter laut Innenministerium bis zu 500 Teilnehmer aus der rechten Szene.

"Klar und deutlich"

Zur Gegendemonstration unter dem Motto "Klar und deutlich: Der extremen Rechten entgegentreten! Für eine offene und plurale Gesellschaft." rufen mehrere Bündnisse gegen rechts auf, darunter das Bündnis für Zivilcourage - Halle gegen Rechts, das Bündnis Dessau Nazifrei und "Leipzig nimmt Platz", unterstützt von Grünen und Linken. Die Gruppen rufen dazu auf, die rechtsextreme Dynamik in Köthen ernst zu nehmen und Zivilcourage zu zeigen.

Am vergangenen Samstagabend war ein 22-Jähriger nach einer Auseinandersetzung in Köthen gestorben. Er soll versucht haben, sich schlichtend in einen Streit mit mehreren Afghanen einzumischen. Zwei Afghanen sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen. Laut Obduktion starb der Mann, der eine Herzerkrankung hatte, an einem Herzinfarkt.

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