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Entwicklungsminister Müller: Mehr Verantwortung beim Konsum nötig

21. Juni 2018

Preisträger im Schulwettbewerb für Entwicklungspolitik ausgezeichnet. Die insgesamt 22 preisgekrönten Projekte befassten sich unter anderem mit den Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt und unfairen Arbeitsbedingungen.

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Berlin (epd). Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat zu einem verantwortungsvollen Konsum und zum Engagement gegen Armut aufgerufen. Weltweit könnten rund 100 Millionen Kinder nicht zur Schule gehen, weil sie in elenden Verhältnissen leben oder unter schwierigen Bedingungen hart arbeiten müssten, sagte Müller am Donnerstag in Berlin bei der Preisverleihung im bundesweiten Schulwettbewerb "alle für EINE WELT für alle". Dies müsse geändert werden.

"Nachhaltigkeit beginnt bei jedem"

In dem Schulwettbewerb für Entwicklungspolitik wurden 22 Projekte mit mehr als 100 beteiligten Schülerinnen und Schülern ausgezeichnet. Die Preisträger aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein erhielten Auszeichnungen im Wert von insgesamt mehr als 50.000 Euro. Ziel des Wettbewerbs sei es, Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulunterricht zu verankern, hieß es.

Ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in armen Ländern sei ein verantwortungsvoller Konsum, betonte Müller: "Nachhaltigkeit beginnt bei jedem von uns." Alltagsprodukte trügen auf vielfältige Weise zu Armut und Umweltproblemen in Entwicklungsländern bei. Ein Beispiel sei Palmöl aus Indonesien als Bestandteil von Haarwaschmitteln. "Dort brennen Wälder für unser Shampoo", sagte Müller mit Blick auf Brandrodungen für Plantagen.

"Wir sind die Reichen"

Mit ihren Wettbewerbsbeiträgen hätten die Schülerinnen und Schüler gezeigt, dass sie verantwortungsvoll handeln und die Welt gestalten wollen, betonte der Minister. "Wir leben auf der glücklichen Seite der Erde", sagte Müller: "Wir sind die Reichen, wir müssen für die Armen Verantwortung übernehmen." Hunger und Armut zu besiegen sei möglich.

Erste Preise für Schülergruppen der Klassen eins bis 13 gingen in dem Wettbewerb an eine Gemeinschaftsgrundschule in Wuppertal in Nordrhein- Westfalen sowie an drei Bildungseinrichtungen in Bayern. Dort wurden Projekte der Grund- und Mittelschule Salzweg, des Gymnasiums Markt Indersdorf und der staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Hof ausgezeichnet. Sonderpreise unter anderem für einen entwicklungspolitischen Schulaustausch gingen an Projekte aus fünf Schulen.

Lerncomputer

Die insgesamt 22 preisgekrönten Projekte befassten sich unter anderem mit den Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt und unfairen Arbeitsbedingungen. Zwei der Preisträger entwickelten ein E-Book mit Tipps für nachhaltigen Konsum und einen Lerncomputer mit autarker Energieversorgung für Kinder mit eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten.

An dem Wettbewerb, der bereits zum achten Mal stattfand, beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 32.000 Schülerinnen und Schüler mit 516 Beiträgen. Der Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums von der gemeinnützigen Engagement-Global-Gesellschaft organisiert. Schirmherr ist der Bundespräsident.

Am Donnerstagabend stand in Berlin auch ein Festival mit den Gewinnern des Wettbewerbs "Dein Song für eine Welt" auf dem Programm. Insgesamt wurden dafür rund 500 Beiträge von mehr als 2.600 Kindern und Jugendlichen eingereicht und 23 Gewinnersongs prämiert.

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