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Der Film "Findet Dorie" kommt in die Kinos. Foto: epd-Bild

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Ein Hoch auf die Familie

27. September 2016

In "Findet Dorie", der Fortsetzung von "Findet Nemo", macht sich die einstmals als Nebenfigur fungierende, vergessliche Fischdame Dorie auf, ihre Eltern zu suchen, von denen sie als Kind getrennt wurde.

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Der Film "Findet Dorie" kommt in die Kinos. Foto: epd-Bild

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Frankfurt a.M. (epd). In "Findet Nemo" war sie eine witzige Nebenfigur, die den Clownfisch Marlin auf der Suche nach seinem verlorenen Sohn Nemo begleitete: Dorie, die blaue Paletten-Doktorfisch-Dame, mit dem Kurzzeitgedächtnisproblem. Diesmal begibt sie sich selber auf die Suche, und zwar nach ihren Eltern. Der Filmtitel "Findet Dorie" ist deshalb auf den ersten Blick irreführend, es sei denn man betrachtet jede Suche auch als Finden seiner Selbst.

Das Unternehmen an sich wird durch Dories Handicap ebenso erschwert wie durch die Tatsache, dass es bereits Jahre her ist, dass sie von ihren Eltern getrennt wurde. Die Aussichten stehen also nicht zum Besten. Dementsprechend verzichtet der Film auf die üblichen Begegnungen mit feindlich gesinnten Tieren und lässt stattdessen eine Menge hilfsbereiter Meeresbewohner auftreten.

Amüsante Momente

Vor allem ist da der zunächst grantige und auf seinen eigenen Vorteil bedachte Tintenfisch Hank (Dorie bezeichnet ihn als "Septopus", hat er doch einen seiner acht Fangarme verloren), dessen Fähigkeit, sich in Form und Farbe wie ein Chamäleon der Umgebung anzupassen, für viele amüsante Momente sorgt. Weitere Hilfe kommt von zwei phlegmatischen Seelöwen, Destiny, einem Walhai mit eingeschränkter Sehkraft, sowie dem Belugawal Bailey, der über sein angeblich defektes Echolot jammert.

Die Reise führt schließlich in das Meeresbiologische Institut in Kalifornien, wo Meeresbewohner untersucht und gesund gepflegt werden. In seinen öffentlich zugänglichen Teilen erinnert es aber eher an einen Disney-Vergnügungspark. Wenn hier in einem maritimen Streichelzoo, dem "touch pool", die Hände der Kinder auf die Meerestiere herabstürzen und sich ihre Zeigefinger mit aller Gewalt in deren Haut bohren, wirkt das schon ziemlich bedrohlich.

Anlass für Lacher

"Findet Dorie" spricht einmal mehr von der Wichtigkeit der Familie und ist damit keine Ausnahme im familienfreundlichen Animationsfilm. Dem Film gelingt es, die Balance zwischen Komik und Drama zu wahren, wobei er aus Dories Behinderung Kapital schlägt: Ihre Vergesslichkeit ist nicht mehr nur ein Anlass für Lacher, sondern Dreh- und Angelpunkt des ganzen Films.

Insofern hat Regisseur (und Koautor) Andrew Stanton, der 2003 mit "Findet Nemo" sein Regiedebüt gab und danach mit "Wall-E" einen der schönsten Pixar-Filme inszenierte, aber mit dem Realfilm "John Carter" 2012 dem Studio einen großen Kassenflop bescherte, hier ein durchaus gelungenes Sequel geschaffen.

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