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Ecuadorianische Justiz ermittelt gegen Ex-Präsidenten

19. Juni 2018

Rafael Correa soll mit der Entführung eines Oppositionspolitikers in Verbindung stehen

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Quito (epd). Der ecuadorianische Ex-Präsident Rafael Correa wird mit der Entführung eines Oppositionspolitikers im Jahr 2012 in Verbindung gebracht. Das Oberste Gericht entschied am Montag (Ortszeit), den langjährigen Staatschef (2007-2017) in die strafrechtlichen Ermittlungen des Entführungsfalls einzubeziehen, wie lokale Medien berichteten. Ab Juli muss sich Correa laut Anordnung des Gerichts alle 15 Tage in der Hauptstadt Quito melden.

Correa lebt in Belgien

Der Anwalt des früheren Präsidenten kündigte Rechtsmittel gegen die Entscheidung an. Correa lebt aktuell in Belgien.

Ihm wird vorgeworfen, in die Entführung des Oppositionspolitikers Fernando Balda im Jahr 2012 in Kolumbien verwickelt zu sein. Der Ex-Präsident bestreitet das. "Ich weiß weder, warum sie ermitteln, noch mit was sie mich in Verbindung bringen", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Oppositionspolitiker Balda wurde 2012 in Bogotá von Kriminellen entführt, die von ecuadorianischen Geheimdienstmitarbeitern bezahlt worden sein sollen. Die Staatsanwaltschaft spricht von Indizien, nach denen die Zahlungen aus dem Präsidialamt stammen. Balda war wegen politischer Verfolgung durch die Correa-Regierung ins Nachbarland geflohen. Kritiker warfen Correa einen autoritären Regierungsstil vor.

Correa hatte das Präsidentenamt im Mai 2017 an Lenín Moreno abgegeben. Kurze Zeit später wurden aus den ehemaligen Parteifreunden erbitterte Feinde.

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