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Der Prozess gegen Oskar Gröning

13. März 2018

Der epd mit einer Chronologie der Ereignisse im Fall Oskar Gröning.

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Lüneburg (epd).

21. April 2015

Vor dem Lüneburger Landgericht beginnt der Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning. Die Staatsanwaltschaft Hannover wirft ihm vor, im Frühsommer 1944 im Konzentrationslager Auschwitz Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen geleistet zu haben. Gröning arbeitete in der Devisenabteilung in dem Vernichtungslager. Unter anderem verwaltete er die Wertsachen, die den ins KZ verschleppten Menschen abgenommen wurden. Vom 16. Mai bis zum 11. Juli 1944 trafen in Auschwitz-Birkenau rund 425.000 zumeist jüdische Menschen aus Ungarn mit Eisenbahn-Transporten ein. Mindestens 300.000 von ihnen wurden in den Gaskammern getötet. Gröning räumt zum Auftakt des Prozesses eine moralische Mitschuld ein.

22. April 2015

Die 81-jährige Eva Kor sagt als erste Auschwitz-Überlebende im Prozess gegen Gröning aus. Insgesamt treten mehr als 60 Überlebende und Angehörige von Opfern in dem Prozess als Nebenkläger auf. 15 der oft hochbetagte Frauen und Männer kommen während des Prozesses unter anderem aus Kanada, den USA oder Ungarn nach Lüneburg - die meisten von ihnen Auschwitz-Überlebende. Kor sorgt später für Aufsehen, weil sie Gröning in einer offensiven Versöhnungsgeste die Hand reicht. Die Mehrheit der Nebenkläger kann diese Geste nicht nachvollziehen.

6. Mai 2015

Am sechsten Prozesstag wird die Verhandlung wegen des schlechten Gesundheitszustands des Angeklagten vorzeitig bereits am Mittag beendet. Später müssen Verhandlungstage wegen einer Erkrankung des 93-Jährigen abgesagt werden.

15. Juli 2015

Das Lüneburger Landgericht unter dem Vorsitz von Richter Franz Kompisch verurteilt Gröning zu vier Jahren Haft.

20. Juli 2015

Grönings Anwälte legen vor dem Bundesgerichtshof Revision gegen das Urteil ein. Auch einzelne Nebenkläger legen Revision ein. Sie wollen, dass Gröning nicht wegen Beihilfe, sondern wegen Mittäterschaft angeklagt wird.

28. November 2016

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe weist die Revisionsanträge zurück. Damit ist das Lüneburger Urteil gegen Gröning rechtskräftig.

April 2017

Die Staatsanwaltschaft Hannover hält Gröning für haftfähig. Sie lehnt einen Antrag seiner Verteidiger auf Strafaufschub ab.

29. November 2017

Auch das Oberlandesgericht Celle weist die Beschwerde des mittlerweile 96-jährigen Gröning gegen die Ablehnung des Haftaufschubs zurück. Grönings Anwalt Hans Holtermann legt Verfassungsbeschwerde ein, um die Haft doch noch abzuwenden.

29. Dezember 2017

Das Bundesverfassungsgericht lehnt die Verfassungsbeschwerde ab. Weder das hohe Alter Grönings noch sein Gesundheitszustand reichten aus, um vom Strafvollzug abzusehen.

17.1.2018

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg gibt bekannt, dass sie ein Gnadengesuch Grönings ablehnt.

1.3.2018

Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) erhält ein Gnadengesuch Grönings.

9.3.2018

Gröning stirbt in einem Krankenhaus, wie sein Anwalt in einem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Hannover mitteilt, das am 12.3. bekanntwird.

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