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Bischof Meister fordert Reduzierung des Fleischkonsums

15. Januar 2020

Die Bibel enthalte keine Aufforderung zum Vegetarismus, sagt der hannoversche Landesbischof Ralf Meister. Sie enthalte aber durchaus die Forderung, Tiere als "Mitgeschöpf" zu achten.

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Berlin (epd). Kurz vor Beginn der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche am Freitag in Berlin hat der hannoversche Landesbischof Ralf Meister zu weniger Fleischkonsum aufgerufen. Die Bibel enthalte keine Aufforderung zum Vegetarismus, sagte er am Dienstagabend in Berlin. Sie enthalte aber durchaus die Forderung, Tiere als "Mitgeschöpf" zu achten. Derzeit sei man weit entfernt von einer artgerechten Tierhaltung, kritisierte Meister.

Papier der evangelischen Kirche zum Tierwohl

Der evangelische Theologe appellierte zugleich an Bauern, Umweltschützer und kritische Verbraucher, gemeinsam an Verbesserungen zugunsten des Tierwohls zu arbeiten. Meister diskutierte bei einer Veranstaltung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) über deren im vergangenen Jahr veröffentlichtes Papier zum Tierwohl, dass ebenfalls für eine Reduzierung des Fleischkonsums wirbt.

Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, sagte, "wenn der Verbraucher weniger Fleisch isst, werden wir auch weniger Fleisch produzieren". Schwarz, der sich selbst als "echten Massentierhalter" bezeichnete sagte, seine Kollegen und er wüssten, dass man etwas ändern müsse. Zugleich müsse aber vermieden werden, dass Betriebe aufgeben müssen.

Die Agrar-Expertin von der Organisation "Germanwatch", Reinhild Benning, regte eine Fleischkennzeichnung analog zu der von Eiern an. Verbraucher seien das System gewohnt. Zudem habe sich gezeigt, dass der Marktanteil von Eiern aus Freiland- und Bio-Haltung gestiegen sei, Verbraucher für bessere Haltung also mehr zahlen würden, sagte Benning. Bei Fleisch sei dagegen ein Problem, dass Produkte, hinter denen eine artgerechtere Haltung steht, in vielen Discountern gar nicht erhältlich seien, erklärte Benning.

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Leser-Kommentare öffnen

Alwite, 15. Januar 2020, 10:53 Uhr


https://www.ndr.de/nachrichten/Massentierhaltung,massentierhaltung165.html

Wie Menschen mit Tieren umgehen, schreit zum Himmel. Auch hier ist es schon längst zu spät, an die Vernunft der Halter zu apellieren.
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ellybe, 15. Januar 2020, 15:15 Uhr


Richtig:
Die Bibel enthält expressis verbis keine "Aufforderung" zum Vegetarismus (siehe Landesbischof Meister).
Aber:
Es heißt in der ersten Schöpfungsgeschichte (laut 1. Mose 1, Vers 29) ausdrücklich an das gerade geschaffene Menschenpaar:
"Siehe da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise."
Erst nach der Sintflut (nachdem Gott sah, "daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden") erlaubt Gott Noah und seinen Söhnen die tierische Ernährung - nach folgender Einleitung:
"Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel...und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben." Und dann heißt es:
"Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise".
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