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Bewaffnete verletzen und töten Ebola-Helfer im Kongo

28. November 2019

Die Gewalt im Nord-Osten des Landes untergräbt die Kampagne gegen die hochansteckende Krankheit. Rund 2.200 Menschen starben bereits.

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Genf, Kinshasa (epd). Bei zwei Angriffen im Kongo sind den UN zufolge Mitarbeiter der Gesundheitskampagne gegen die Ebola-Epidemie verletzt und getötet worden. Ein Impfexperte, zwei Fahrer und ein Polizist seien im Nordosten des Landes gewaltsam ums Leben gekommen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf mitteilte. Die Helfer, von denen keiner bei der WHO angestellt war, seien gestorben während sie die Leben anderer Menschen retten wollten, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Fünf weitere Menschen wurden verletzt.

Die Angriffe auf Gesundheitspersonal führten dazu, dass die Ebola-Epidemie sich wieder ausbreite und mehr Menschen stürben, sagte Tedros. In der vergangenen Woche seien nur sieben neue Ebola-Fälle registriert worden, im April seien es pro Woche noch mehr als 120 Fälle gewesen. Unter den Verletzten sei ein Mitarbeiter der WHO, andere Verletzte hätten für das Gesundheitsministerium gearbeitet. Die Sicherheit der anderen Gesundheitsmitarbeiter müssten nun gewährleistet werden, forderte Tedros. Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums sind seit Beginn des Ausbruchs Mitte 2018 mehr als 3.300 Ebola-Fälle registriert worden, rund 2.200 Menschen starben.

Gruppen attackieren gezielt Gesundheitseinrichtungen

Die anhaltende Gewalt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo behindert seit Monaten erheblich die Ebola-Bekämpfung. Bewaffnete Gruppen attackieren gezielt Gesundheitseinrichtungen, dabei werden immer wieder Menschen verletzt und getötet. In der Region bekämpfen sich Dutzende Milizen, Rebellengruppen, Banden und die Armee.

Die Vereinten Nationen ermitteln unterdessen nach dem Tod eines jungen Mannes, der bei Protesten in der ostkongolesischen Stadt Beni von einem Blauhelmsoldaten erschossen worden sein soll. Das Opfer habe zuvor einen Molotow-Cocktail auf die UN-Truppen werfen wollen, sagte UN-Sprecher Mathias Gillmann in der Hauptstadt Kinshasa. Im Namen der UN-Sonderbeauftragten für das zentralafrikanische Land, Leila Zerrougui, kondolierte er den Angehörigen des Mannes und der weiteren Opfer der Unruhen in den vergangenen Tage.

Die Bevölkerung in Beni wirft der kongolesischen Armee und der UN-Blauhelmmission Monusco vor, die Zivilbevölkerung nicht ausreichend vor solchen Angriffen zu schützen. Demonstranten hatten am Wochenende mehrere UN-Gebäude angegriffen und das Büro des Bürgermeisters angezündet, um gegen die wachsende Gewalt in der Region zu protestieren. Gillmann verurteilte die zunehmenden Angriffe der ADF-Miliz in der Region. Bei 14 Attacken seien mindestens 80 Zivilisten getötet worden. Der von den UN betriebene Sender Radio Okapi meldete am Donnerstag mindestens 15 weitere Tote bei einem Überfall der ADF auf die Ortschaft Meleki im Umland von Beni. Sie alle sollen Augenzeugen zufolge enthauptet worden sein.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 28. November 2019, 12:15 Uhr


An Ebola zu erkranken wünscht man wirklich niemandem.



Bei den Mördern der Helfer bin ich mir jetzt aber nicht mehr so sicher....
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Matthäus53, 28. November 2019, 23:50 Uhr


Hier kann unsere neue CDU Vors. und Verteidigungsministerin neuen Mut beweisen und anstatt Einsatzkräfte an die leidige islam. syrische, türkische Grenze zu schicken z. B. im UNO Auftrag eine fliegende BW Lazarett Einheit mit entsprechenden bewaffneten Bundeswehr Schutz ins Ebola Krisengebiet zu entsenden. Hier darf die BW endlich mal wirklich nur zum Schutz von Menschenleben und der Ausrottung von Krankheiten tätig werden. Auch kann ein solcher Einsatz gleichzeitig zur Befriedung einer unruhigen Region beitragen, was auch langfristig Fluchtursachen vermindern könnte !
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