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Metallmarkierungen auf dem Boden zeichnen die Umrisse der ehemaligen Versöhnungskirche in Berlin nach (Archivbild) Foto: epd-Bild
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Berlins Regierender Bürgermeister erinnert an Kirchensprengung

17. Januar 2020

Vor 35 Jahren veranlassten die Machthaber der DDR die Sprengung der Versöhnungskirche auf dem ehemaligen Todesstreifen. Mit einer Andacht soll an die Ereignisse erinnert werden.

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Metallmarkierungen auf dem Boden zeichnen die Umrisse der ehemaligen Versöhnungskirche in Berlin nach (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Berlin (epd). Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat an die Sprengung der Versöhnungskirche auf dem früheren Todesstreifen vor 35 Jahren erinnert. Die Kirchensprengung durch die Machthaber der DDR sei "eine bittere Stunde für die Gemeinde und darüber hinaus für unsere ganze Stadt" gewesen, sagte Müller am Freitag in Berlin. Anlässlich des bevorstehenden 35. Gedenktages dankte er Versöhnungsgemeinde, Mitgliedern und Pfarrern für ihren Einsatz, "dass das Leid, der Schmerz und die Opfer der Teilung nicht vergessen werden".

Am 22. Januar 1985 veranlasste die DDR-Regierung die Sprengung der Kirche und sechs Tage später auch des Turmes. Am kommenden Sonntag soll mit einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung an die Ereignisse erinnert werden.

Kirchturm als Geschützstand genutzt

"Die Versöhnungsgemeinde und ihre Kapelle der Versöhnung in unmittelbarer Nähe zur Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße sind Jahr für Jahr am 13. August und am 9. November unser Ort des Gedenkens an Mauerbau und Mauerfall und vor allem an die Opfer der Teilung unserer Stadt und unseres Landes", sagte Müller.

Die 1894 eingeweihte neugotische Versöhnungskirche in der Bernauer Straße stand nach dem Mauerbau 1961 genau auf dem Todesstreifen zwischen Ost- und Westberlin. DDR-Grenztruppen nutzten den Kirchturm als Geschützstand. Auf dem Fundament der alten Versöhnungskirche wurde im Jahr 2000 die Kapelle der Versöhnung eingeweiht. Sie ist Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer.

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