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Dünne Obstbeutel kosten bei Aldi künftig Geld

11. Juni 2019

Im Kampf gegen Plastikmüll verlangt der Discounter Aldi für sogenannte Hemdchenbeutel demnächst einen "symbolischen Cent". Die Maßnahme soll Verbraucher an der Obst- und Gemüsetheke zum Umdenken bewegen - wie bei klassischen Plastiktüten.

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Obst in Plastiktüte Foto: epd-Bild

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Essen, Mülheim a.d.R. (epd). Der Lebensmitteldiscounter Aldi verlangt von seinen Kunden für dünne Plastiktüten für Obst und Gemüse künftig einen "symbolischen Preis" von einem Cent. Die sogenannten Hemdchen- oder Knotenbeutel seien von Sommer an in allen Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd kostenpflichtig erhältlich, teilten die beiden Unternehmensgruppen am Dienstag in Essen und Mühlheim an der Ruhr mit. Angeboten werde dann eine umweltfreundlichere Alternative aus nachwachsenden Rohstoffen. Über die Änderung hatte zunächst die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag) berichtet.

Aldi reagiert nach eigenen Angaben auf Kritik am vielen Plastik in den Geschäften. Seitdem Kunststoff-Tragetaschen kostenpflichtig sind, packen zudem immer mehr Kunden ihre Einkäufe in die kostenlosen Knoten- oder Hemdchenbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums verbrauchten die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr mehr als drei Milliarden der dünnen Plastiktüten. Das entsprach einem Pro-Kopf-Verbrauch von 37 Beuteln und damit einem Anstieg im Vergleich zu 2015 und 2016.

"Branchenweite Lösung"

Aldi hoffe, dass andere Händler ebenfalls eine Abgabe auf die Hemdchenbeutel verlangen, hieß es weiter. "Wir würden uns freuen, wenn andere Händler mitziehen", sagte Kristina Bell, die im Einkauf von Aldi Süd für Qualitätssicherung und Unternehmensverantwortung zuständig ist. "Denn nur durch eine branchenweite Lösung können wir bei der Reduzierung der Plastiktüte einen großen Schritt nach vorne machen."

Mit dem symbolischen Cent für die Obst- und Gemüsebeutel verfolge Aldi ein ähnliches Prinzip wie bei den Einweg-Plastiktaschen, um die Verbraucher zum Umdenken zu bewegen, erklärte Bell. Hier ging der Verbrauch seit 2015 um zwei Drittel zurück, seitdem die Tragetaschen aus Kunststoff an den Kassen nicht mehr kostenlos angeboten werden.

Bei den Hemdchenbeuteln hat laut "Süddeutscher Zeitung" bislang lediglich die Supermarktkette Real angekündigt, diese bis 2020 durch Papier zu ersetzen. Aldi plant nach eigenen Angaben weiter, als Alternative zu Hemdchenbeuteln von Herbst an wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse zu verkaufen. Andere Handelsketten bieten solche waschbaren Netze ebenfalls an.

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Leser-Kommentare öffnen

Schallblech, 11. Juni 2019, 10:30 Uhr


Ein guter Ansatz. Die sollten aber auch aufhören, Bioware in Plastik zu verpacken!
Bei Biogurken ist Aldi schon auf eine Klebebanderole umgestiegen, leider auch aus Plastik, aber weniger davon als bei den bisherigen Einschweißfolien. Biotomaten werden nach wie vor auf einem Pappschälchen mit Folie drum verkauft, zur Unterscheidung von den "normalen" Tomaten. Bioäpfel genauso. Da sollten die sich auch was einfallen lassen.
Bisher habe ich die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, nämlich konventionelles Obst und Gemüse lose zu kaufen (künftig sinnvollerweise im wiederverwendbaren Netz) oder eingeschweißte Bioware.
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