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Bauernverband: Einreiseverbot für Erntehelfer so kurz wie möglich

26. März 2020

Bundesinnenminister Seehofer hat am Mittwoch zur Eindämmung der Corona-Pandemie ein Einreiseverbot für Erntehelfer und Saisonarbeiter angeordnet. Das Einreiseverbot solle so kurz wie möglich sein, fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbands.

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Erntehelferin bei der Erdbeerernte (Archivbild) Foto: epd-Bild

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Passau, Berlin (epd). Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, fordert, das Einreiseverbot für Saisonarbeiter so kurz wie möglich zu halten. Die Maßnahme treffe insbesondere Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe in der jetzigen Phase sehr hart, sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag). Die Betriebe, die auch Teil der kritischen Infrastruktur seien, bräuchten dringend Arbeitskräfte.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Mittwoch zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis auf weiteres ein Einreiseverbot für Erntehelfer und Saisonarbeiter angeordnet. Nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) würden in Deutschland allein im März 35.000 Saisonarbeitskräfte gebraucht und im Mai bereits 85.000. Jährlich sind in der deutschen Landwirtschaft nach Angaben des Bauerverbandes rund 300.000 Erntehelfer beschäftigt, die meisten kommen aus Osteuropa.

"Uns sind alle willkommen"

Rukwied erklärte: "Unsere Betriebe sind bereit, jegliche Maßnahmen zum Infektionsschutz umzusetzen und zu implementieren, um ihre Mitarbeiter zu schützen." Mit Blick auf den von der Bundesregierung geplanten Einsatz von Studenten, Kurzarbeitern, Arbeitslosen und Asylbewerbern in der Saisonarbeit sagte er: "Uns sind alle willkommen, die arbeiten wollen und können." Dafür seien nun kurzfristig unbürokratische und praktikable Lösungen nötig. So müssten die Höchstbeträge für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse angehoben werden, um Menschen für die Arbeit in der Landwirtschaft zu motivieren, betonte der Bauernpräsident.

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Matthias Middelberg, begrüßte dagegen den Einreisestopp. In der aktuellen Situation habe "der Gesundheitsschutz unserer Bevölkerung absoluten Vorrang", sagte er der "Welt". Die Jobcenter müssten jetzt alle Möglichkeiten ausschöpfen und sollten dabei auch auf die mehr als 600.000 Geflüchteten zurückgreifen, die auf Arbeitssuche seien.

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