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ARD will Content-Netzwerk werden

15. Dezember 2016

Die ARD will sich zu einem öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerk weiterentwickeln. Die Herausforderung liege darin, "ein den Bedürfnissen und Erwartungen der Nutzer entsprechendes mediengattungsübergreifendes Angebot auf unterschiedlichen Ausspielwegen zu schaffen", steht in einem internen Papier, das dem epd vorliegt.

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Frankfurt a.M. (epd). In dem Papier "Auftrag und Strukturoptimierung der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Zeiten der Digitalisierung der Medien" wehrt sich der Senderverbund auch gegen ein Einfrieren des Rundfunkbeitrags auf 17,50 Euro.

Die ARD-Anstalten wollen Fernsehen, Hörfunk und Internet stärker verknüpfen. Sie befänden sich derzeit in einem "tiefgreifenden Veränderungsprozess zu crossmedialen Medienhäusern", heißt es in dem Papier. Ein mediengattungsübergreifendes Angebot auf unterschiedlichen Ausspielwegen erfordere "eine stärkere Präsenz im nichtlinearen Bereich, ohne dabei die Stärken in der linearen Welt zu verlieren".

Gekoppelt an Bruttoinlandsprodukt

Eine dauerhafte Festschreibung des Rundfunkbeitrags auf 17,50 Euro sei "nicht realistisch", heißt es in dem Papier. Eine solche Deckelung stünde auch "im Widerspruch zur verfassungsrechtlichen Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks". Die ARD schlägt in dem Papier ein Indexmodell vor, das an das Bruttoinlandsprodukt gekoppelt werden soll. Danach würde der Rundfunkbeitrag im Jahr 2021 auf 18,28 Euro pro Monat erhöht werden und im Jahr 2025 auf 19,59 Euro. Diese Zahlen liegen unter den Schätzungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, die für 2021 einen monatlichen Rundfunkbeitrag von 19,10 Euro errechnet hatte, damit der Finanzbedarf der Anstalten gedeckt werden kann.

Um Kosten zu sparen, will der Senderverbund "noch arbeitsteiliger zusammenarbeiten". Der Fokus liege auf Reformen in den Prozessen und Strukturen der Bereiche Verwaltung, Technik, Produktion und Programmerstellung. Der Reformprozess wird nach Schätzung der ARD rund zehn Jahre dauern. Auch die Zusammenarbeit mit ZDF und Deutschlandradio soll verstärkt werden.

Sender sollten Vorschlag machen

Das Arbeitspapier fordert, den Telemedienauftrag für die ARD-Sender "zeitgemäß" zu gestalten. So sollten unter anderem sendungsbezogene Online-Angebote zu sportlichen Großereignissen wie etwa Spiele der Fußball-Bundesliga bis zu 30 Tage nach Ausstrahlung der Sendung verfügbar sein. Gleiches solle für angekaufte Spielfilme und Serien gelten. Bisher müssen die meisten Sendungen bereits nach sieben Tagen aus den öffentlich-rechtlichen Online-Mediatheken gelöscht werden.

Die Länder hatten in diesem Jahr eine Arbeitsgruppe zu Auftrag und Strukturoptimierung der öffentlich-rechtlichen Anstalten gebildet und die Sender aufgefordert, Vorschläge zu machen. Ziel der Ministerpräsidenten ist es, den Rundfunkbeitrag langfristig stabil zu halten.

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